Kalifornische Kettennatter

Von Juni bis September soll das Team zur Bekämpfung der Kalifornischen Kettennatter auf Gran Canaria um 18 Personen vergrößert werden. In dieser Zeit werden die Eier abgelegt, aus denen nach zwei bis vier Monaten die Jungtiere schlüpfen …

Nach einer Information der kanarischen Regierung hat die stellvertretende Ministerin für Umwelt und Sicherheit, Blanca Pérez, am heutigen Donnerstag die aktuellen Maßnahmen zur Erhöhung der Kontrolle der Kalifornische Kettennatter auf Gran Canaria vorgestellt.

„Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt die größten Anstrengungen unternehmen, um die Ausbreitung dieser invasiven Art zu stoppen, die das ökologische Gleichgewicht der Insel ernsthaft bedroht“, erklärte Blanca Pérez. Sie fügte hinzu, dass mit der Erhöhung des Personalbestandes die Zahl der Fänge deutlich vergrößert und eine effektivere Antwort auf dieses ernste Problem gegeben werden soll.

Die Regierung der Kanarischen Inseln habe ihr Engagement im Kampf gegen diese invasive Art konkretisiert, indem sie das öffentliche Unternehmen Gesplán mit einem Aktionsplan beauftragt habe, der zwischen 2019 und 2022 durchgeführt werden soll. Dafür würde in vier Jahren eine Investition von 1.145.000 Euro getätigt.

Der Strategische Plan zur Kontrolle der Kalifornische Kettennatter auf den Kanarischen Inseln für den Zeitraum 2019 bis 2022 ist nach Regierungsinformation mit vier spezifischen Zielen verbunden:

Erhöhung der Anzahl der Fänge in der natürlichen Umgebung, um die Ausdehnung der Arten zu kontrollieren

Verhinderung der Ausbreitung der Arte und des Entstehens neuer Populationszentren sowohl auf Gran Canaria als auch auf anderen Inseln des Archipels

Verbesserung der Methoden zur Kontrolle der Art und zur Bewertung der Auswirkungen auf die natürliche Umwelt

Verbesserung des Wissensstandes und des Bewusstseins der Öffentlichkeit.

Die im Südwesten der USA und im Nordwesten Mexikos beheimatete Kalifornische Kettennatter (Lampropeltis californiae) wurde 1998 erstmals auf Gran Canaria entdeckt. Ihre Einführung wird auf die Freisetzung oder das massive Entweichen von Tieren in Gefangenschaft zurückgeführt. Im Jahr 2007 wurde ihr Auftreten und die Vermehrung im Osten der Insel bestätigt. Als invasive exotische Art katalogisiert, sind seitdem ihr Besitz, Transport und Handel auf den Kanarischen Inseln verboten.

Seit 2008 koordiniert und fördert die Regierung der Kanarischen Inseln, zusammen mit der Inselregierung Gran Canarias, ein Bekämpfungsprogramm für diese Art, um ihre Verbreitung auf der Insel zu begrenzen, für die sie zwischen 2011 und 2015 von der Europäischen Union unterstützt wurde.

In den letzten Jahren konnte nachgewiesen werden, dass im Hinblick auf das Verbreitungsgebiet der ersten Invasion zwei neue Zentren entstanden sind, sodass es jetzt mindestens vier bestehende Zentren geben soll:

Der Hauptkern liegt zwischen den Stadtteilen La Solana (Telde) und San Roque (Valsequillo)

ein zweiter Kern betrifft den Nordwesten der Insel (Montaña de Amagro, Gáldar)

ein dritter Kern wurde in Montaña La Data, Gemeinde San Bartolomé de Tirajana, identifiziert

ein vierter, im Jahr 2018 entdeckt, ist mit dem Stadtgebiet von Las Palmas de Gran Canaria in der Schlucht von Guiniguada verbunden.

Parallel zur Ausweitung des Verbreitungsgebietes dieser invasiven Art steigt die Zahl der jährlich gefangenen Exemplare von 132 im Jahr 2009 auf 1.092 im Jahr 2018. Seit 2007 wurden insgesamt 6.672 Schlangen gefangen.

Wissenschaftler des Spanischen Nationalen Forschungsrates (CSIC) sollen nach Medienberichten Anfang dieses Jahres darauf hingewiesen haben, dass sich die Kalifornische Kettennatter bereits nach Teneriffa verbreitet haben soll.





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