Oveja palmera

Am heutigen Dienstag wurden 18 Exemplare des Oveja palmera (La Palma-Schaf) von La Palma nach Teneriffa gebracht, um die vom Aussterben gefährdete Rasse zu schützen …

Nach Mitteilung der Kanarenregierung werden die Schafe nach ihrer Überfahrt mit einem Schiff von der Insel La Palma nach Teneriffa eine Zeit lang in Quarantäne in den Einrichtungen des Kanarischen Instituts für Agrarforschung auf der Finca El Pico in Tejina verbringen. Anschließend sollen sie an die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte (ECA) von Tacoronte und die Finca El Pico verteilt werden. Die ICIA soll verschiedene Aspekte ihrer Ernährung untersuchen und herausfinden, wie sich die Verwendung verschiedener Futtermittel auf das Wachstum der Tiere und die Qualität ihrer Produktion auswirkt.

Der Präsident der Asociación de Criadores de la Oveja palmera, Ángel Custodio, erklärte dazu, dass es auf dem Archipel derzeit zehn Populationszentren und weniger als 250 Exemplare dieser Rasse gibt, die in den letzten Jahren stark von Angriffen durch wilde Hunde betroffen war. Er betonte die große Anpassungsfähigkeit der Rasse an die Umwelt, die auch dazu beitrage, die ländliche Umwelt sauber zu halten und Waldbrände zu verhindern.

Der Generaldirektor für Viehzucht, David de Vera, wies darauf hin, dass diese Rasse früher eine dreifache Produktionseignung gehabt hatte: Milch, Fleisch und Wolle. Derzeit werde aber nur noch die Fleischproduktion genutzt. Studien hätten gezeigt, dass das Fleisch gesünder für das Herz sei, als kommerzielles Lamm. Dieser Aspekt werde auf Umweltfaktoren und die Qualität der Weiden zurückgeführt, auf denen die Tiere fressen, fügte der ICIA-Forscher Juan Capote hinzu. Der beste Weg, eine Rasse zu schützen, sei es, sie profitabel zu machen. Und der beste Weg, dies zu erreichen, sei es, auf ein hervorragendes Fleischprodukt zu setzen, wie es mit dem schwarzen Schwein geschehen sei.

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