Teneriffa • Die Frau, die am vergangenen Dienstag mit einem toten Fötus in ein Taxi stieg und festgenommen wurde, war den Empfehlungen des diensthabenden Arztes des Notrufes 112 gefolgt (siehe auch Meldung vom Mittwoch).

Nach Medienberichten wird das diensthabende Gericht kein Verfahren gegen die Frau führen, die von der Polizei auf einer öffentlichen Straße in Puerto de la Cruz am Morgen des 12. Juni mit einem Fötus in ihrem Schoß gefunden wurde, nachdem sie ein Taxi benutzt hatte.
Danach soll die Frau zwischen der 16. und der 20. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt gehabt und sich an den Notdienst 112 gewandt haben. Der diensthabende Arzt soll ihr empfohlen haben – sofern sie keine starken Blutungen hätte, um ins Krankenhaus eingeliefert zu werden –, den Fötus im Müll zu entsorgen oder ihn in einer Decke eingehüllt im Kühlschrank zu kühlen und am nächsten Tag ins Krankenhaus zu bringen. Letzteren Rat führte sie dann auch aus und wurde dabei festgenommen. Das Gericht gehe davon aus, dass die aus La Palma stammende Frau lediglich den Empfehlungen des Spezialisten gefolgt sei.
Der kanarische Rettungsdienst soll den Arzt, der diese Empfehlung gegeben hatte, inzwischen von seinen Aufgaben entbunden haben. Die Leitung des SUC soll zugesagt haben, alle nötigen Informationen zur Klärung der Zusammenhänge schnellstens zur Verfügung zu stellen. Der Rettungsdienst lehne diesen bedauerlichen Vorfall ab und verweise darauf, dass diese Empfehlung weder dem Handlungsprotokoll für solche Fälle entspräche noch die Handlungen widerspiegele, die der Mitarbeiter in den letzten 24 Jahren bei Gesundheitsnotfällen der kanarischen Bevölkerung geleistet habe.



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