Neues Dekret zur Ferienvermietung auf den Kanaren
Blick auf das touristische Zentrum Los Cristianos im Süden Teneriffas.


Kanarische Inseln • Der Minister für Tourismus der Kanarischen Regierung, Isaac Castellano, stellte heute auf einer Pressekonferenz ein neues Dekret zur Ferienvermietung vor, wobei der Text noch nicht endgültig sei und auch die endgültige Annahme der Verordnung noch zwischen vier und sechs Monaten dauern werde.

Das neue Dekret soll das vom Mai 2015 ersetzen, das Urlaubsvermietungen in touristischen Gebieten ausnahmslos verbietet. Die ungleiche Entwicklung der Ferienunterkünfte auf den Inseln oder in den Gemeinden und die unterschiedlichen Interessen hätten die Exekutive dazu veranlasst, sich letztendlich für Flexibilität zu entscheiden.
Auf den sogenannten grünen Inseln (La Palma, La Gomera und El Hierro) sollen Ferienunterkünfte unabhängig von einer Einstufung erlaubt sein.
Neben der Festlegung der Bereiche, in denen die Ferienvermietung entwickelt werden kann, könnten die Gemeindeverwaltungen auch Qualitätsstandards und eigene Anforderungen berücksichtigen.
Im Allgemeinen seien die Standards und Anforderungen für die Unterbringung ähnlich denen für ländliche Häuser, und eine 24 Stunden am Tag verfügbar Kontakttelefonnummer sei erforderlich, um Vorfälle zu melden.
Auf den Kanarischen Inseln gäbe es rund 31.000 Wohnungen für Ferienunterkünfte, von denen derzeit nur 6.600 zugelassen seien, und bei Genehmigung der neuen Verordnung würden die Plattformen und Kanäle, auf denen sie beworben werden, verpflichtet sein, die Angebote zurückzuziehen, die die Verwaltung ihnen als unregelmäßig mitteile, sagte der Minister. Darüber hinaus seien die Plattformen verantwortlich für die Richtigkeit der Informationen über die Vermietung und die Häuser, die beworben werden. Diese müssten auch eine Registrierungsnummer haben.
Castellano verwies darauf, dass das Ministerium 14 Tourismusinspektoren zur Verfügung habe, um diese Fragen zu überwachen. Man arbeite aber bereits an einem Inspektionsplan, der eine bessere Nachverfolgung ermögliche.
Der Anteil der Ferienunterkünfte auf den Kanarischen Inseln liege bei rund zehn Prozent und sei seit 2010 stabil geblieben. Studien des Regionalministeriums zufolge sei das Wohnungsangebot von 2016 bis 2017 um 5,8 Prozent auf insgesamt 31.675 Wohnungen mit etwas mehr als 131.000 Betten gestiegen.
Castellano erklärte, dass das Ziel des neuen Dekrets darin bestünde, das vorherige an die soziale Wahrnehmung dieser Art von Tourismus und im Einklang mit den seit 2015 gesammelten Erfahrungen anzupassen.
Neben anderen Zielen sei beabsichtigt zu sichern, dass den Einwohnern menschenwürdige und erschwingliche Mietwohnungen zur Verfügung stünden und dass der Tourismus eine nachhaltige und geordnete Entwicklung nehme, obwohl dieses Dekret allein die Probleme nicht lösen könne.
Die neue Regelung unterscheide Eigentümer mit bis zu zwei Wohnungen von denen mit drei oder mehr Wohnungen, für die die Ferienvermietung als berufliche Tätigkeit gelte und die Mitarbeiter gemäß Tarifverträgen einstellen müssten.
Der Text sehe einen Anpassungszeitraum von sechs Monaten vor, in dem die bereits angemeldeten Wohnungen konsolidiert würden.



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