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PEVOLCA-Pressekonferenz 06.12.2021

Der Lavastrom, der vorgestern westlich des Montaña Cogote aufgetaucht ist, hat den Steilhang in der Gegend von Las Hoyas erreicht und sich über den unteren Teil der Insel ergossen … ►►►



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Dieses Voranschreiten der Lavaströme und die allgemeine Analyse des Vulkanausbruchs auf La Palma standen am Montag im Mittelpunkt der Sitzung des PEVOLCA-Lenkungsausschusses.

Demnach hat sich der Lavastrom, außer der südlichste, auf den zentralen Bereich konzentriert, der den Lavastrom 4 speist, sowie auf das Lavadelta, das durch die Vereinigung der Lavaströme 1 und 2 gebildet wird. Der nördliche Bereich hingegen zeigt derzeit noch keine Bewegung.

Die Lava vom Ergussherd westlich des Hauptkegels fließt durch eine Vulkanröhre mit mehreren Vertiefungen, von denen zwei Lavaströme ausgehen, die sich über frühere Lavaströme nach Westen bewegen. Der eruptive Prozess zeigt Episoden erhöhter und verminderter Aktivität.

Da die Drohnenflüge in den letzten Stunden aufgrund von Windböen nicht mehr möglich waren, gab es keine aktuellen Informationen über das betroffene Gebiet. Auch die Daten zu den Schäden an der Infrastruktur sind nicht aktualisiert worden.

Außerdem wurde berichtet, dass bei einer neuen Tiefenmessung zwischen den Lavadeltas 1 und 4 bisher unentdeckte Untiefen mit einer Tiefe von bis zu 4,5 Metern 330 Meter vor der Küste und 320 Meter nördlich von Lavadelta 1 festgestellt wurden.

Die Seismizität in mittleren Tiefen blieb in den letzten 24 Stunden gering, und die Zahl der Erdbeben in Tiefen von mehr als 20 Kilometern blieb sehr niedrig.

Gestern blieben die Werte für Schwefeldioxid (SO2) in Los Llanos de Aridane, Tazacorte und Puntagorda auf gutem bis mittlerem Niveau und gingen im Laufe des Nachmittags und Abends zurück, ohne den stündlichen Grenzwert (350 µg/m3 ) zu überschreiten. Der Tagesgrenzwert (125 µg/m3) wurde an der Station Puntagorda überschritten. An allen Stationen auf der Insel wurden heute Morgen gute bis einigermaßen gute Luftqualitätswerte gemessen.

Bei den Partikeln mit einer Größe von weniger als 10 Mikrometern (PM10) war gestern ein allgemeiner Rückgang der gemessenen Werte zu verzeichnen, der auf ein geringeres Auftreten des Calima-Phänomens zurückzuführen ist. Der Luftqualitätsindex hat sich im Laufe des Abends an allen Stationen mit Ausnahme von La Grama, wo er auf einem ungünstigen Niveau verharrte und den Tagesgrenzwert (50 µg/m3) überschritt, auf ein einigermaßen gutes bis gutes Niveau erholte. Der Abwärtstrend setzte sich in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages fort, und im Laufe des Vormittags stabilisierte sich die Luftqualität an allen Stationen auf der Insel zwischen gut und mittelmäßig.

Obwohl die Gaswerte gestern in der Sperrzone den Zugang zur südlichen Zone nicht zuließen, wurden aber in der Nacht, mit Ausnahme von Puerto Naos und La Bombilla, zunächst keine gefährlichen Werte gemessen. Dadurch konnten Bewässerer und Landbesitzer am Montag sowohl die südliche als auch die nördliche Zone betreten.

Was die Wetterlage betrifft, so hält der Nordostwind mit Böen von 55 bis 70 Stundenkilometern an, vor allem in den mittleren Lagen, in El Paso und an den Enden der Insel La Palma, obwohl er im Laufe des Tages nachlassen soll. In höheren Lagen, bis zu 5.500 Metern, wird ein östlicher bis südlicher Wind vorherrschen. Es wird erwartet, dass sich die Aschewolke im Falle eines Ascheausbruchs in west-nordwestlicher Richtung vom Eruptionsherd ausbreitet, so dass die zu erwartende Verteilung der Aschewolke ein günstiges Szenario für den Flugbetrieb darstellen würde.

Eine feuchte Luftmasse subtropisch-tropischen Ursprungs strömt aus Süd-Südwest ein und verursacht eine Zunahme der mittleren und hohen Bewölkung und die Wahrscheinlichkeit schwacher Niederschläge. Außerdem wird für den morgigen Dienstag eine Calima-Ausbreitung vom afrikanischen Kontinent in Richtung der Kanarischen Inseln vorhergesagt, so dass der Dunst die PM10-Werte auf der Insel La Palma erhöhen könnte.



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