vulkanische Risiken Teneriffa

Die dritte Arbeitssitzung der Multidisziplinären Technischen Kommission der Inselregierung Teneriffas beschäftigte sich mit der Erarbeitung eines Aktionsplans für vulkanische Risiken auf Teneriffa (PAIV) …

Nach einem Bericht im Diario de Tenerife handelt es sich hierbei um ein unverzichtbares Dokument für die Bewältigung von Notfällen im Zusammenhang mit möglichen Eruptionen auf der Insel, das sich derzeit in der Planung befindet.

Die Inselrätin für Natürliche Umwelt und Sicherheit, Cayetano Silva, wies darauf hin, dass es sich bei den Kanaren um ein vulkanisches Gebiet handelt. In den letzten 600 Jahren habe es 16 Vulkanausbrüche auf den Inseln gegeben. Deshalb dürfe angesichts einer möglichen neuen vulkanischen Aktivität nichts dem Zufall überlassen werden. Es müssten alle notwendigen Aktionen geplant werden, die dann auch immer mit den Verfahren, die von der kanarischen Regierung im Sonderplan für vulkanische Risiken auf den Kanarischen Inseln, PEVOLCA, festgelegt wurden, übereinstimmen müssen.

Diese gemeinsamen Sitzungen werden regelmäßig mit den an Katastrophenschutznotfällen beteiligten Akteuren der Gemeinden, den Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Feuerwehrleuten sowie den verschiedenen Bereichen und Diensten des Inselrates selbst durchgeführt.  

Das Treffen in dieser Woche fand statt, um die Themen Evakuierung, Unterbringung und Versorgung der Bevölkerung aufzugreifen. Im Falle eines vulkanischen Notfalls könne die Zahl der Menschen, die evakuiert werden müssten, sehr hoch sein, meinte Silva. Und selbst wenn es keinen Ausbruch nach entsprechenden Warnungen geben würde, müssten die Prozesse des Transports, der Unterbringung und der Versorgung sehr gut vorbereitet und protokolliert werden.

Der Entwurf dieses Planes wird von der Inselregierung in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl „Reducción del Riesgo de Desastres. Ciudades Resilientes“ der Universität von La Laguna erarbeitet, der von der Geologin Carmen Romero geleitet wird. Sie wies darauf hin, dass es bei allen Eruptionen, die sich auf den Kanarischen Inseln ereignet haben, zu einer spontanen oder kontrollierten Evakuierung der Bevölkerung gekommen sei. Eine mögliche Evakuierung der Bevölkerung und ihre Umsiedlung in Schutzräume müsse vorgesehen werden, auch wenn die entsprechenden Maßnahmen aufgrund der Natur dieser Ereignisse flexibel sein müssten. Was die Vulkane betreffe, so könne man von Aktionen sprechen, an denen die Bevölkerung seit Langem beteiligt gewesen sei. Man müsse zum Beispiel daran denken, dass die letzte Vulkanaktivität auf Lanzarote sieben Jahre gedauert habe.

Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch: Prävention gegen seismische und vulkanische Risiken.


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