Ryanair Pilotenstreik

Piloten von Ryanair haben der Fluggesellschaft vorgeworfen, das Streikrecht zu verletzen, indem sie Mindestleistungen von 100 Prozent unter Bedrohung und Zwang auferlegt hätten …

Nach Medienberichten hat die Gewerkschaft Sepla, die den heutigen und die folgenden Pilotenstreiks organisiert hat, die spanischen Behörden aufgefordert, auf die ständigen Verletzungen des Unternehmens endlich zu reagieren.

Ryanair hatte am heutigen Donnerstag erklärt, dass 95 Prozent aller Flüge nach und von Spanien trotz des ersten von fünf Streiktagen, die von der Pilotengewerkschaft wegen der Schließung der Stützpunkte auf Teneriffa-Süd, Gran Canaria, Lanzarote und Gerona ausgerufen wurden, pünktlich erfolgen würden.

Die Pilotengewerkschaft Sepla habe laut Medienberichten festgestellt, dass die Fluggesellschaft Briefe an die Piloten geschickt habe, in denen sie alle Flüge als Mindestleistungen deklariert und sie damit unter Bedrohungen gezwungen habe, zur Arbeit zu gehen.

Indem Ryanair keine Strecke während des Streiks abgesagt hat, habe die Fluggesellschaft gegen die gestern vom Entwicklungsministerium erlassene Verordnung über Mindestdienstleistungen verstoßen und ein verfassungsmäßiges Recht zum Streik verletzt.

Nach Ansicht der Gewerkschaft habe auch das Ministerium für öffentliche Arbeiten die Entscheidung der Justiz missachtet, die den jetzt festgelegten Mindestdienstauftrag für ungültig erklärt habe.

Sepla hat die spanischen Behörden aufgefordert, gegenüber der irischen Fluggesellschaft zu handeln.

Die Gewerkschaft Sepla will die Streiks der Piloten am 20., 22., 27. und 29. September fortsetzen, um damit gegen die Schließung der spanischen Standorte zu kämpfen, die mit der Entlassung von mehr als 500 Mitarbeitern verbunden sein würde, darunter 150 Piloten. Darüber hinaus will die Kabinenbesatzung am Freitag und Sonntag neue Streiktage der von ihr aufgerufenen zehn Tage durchführen.

Darüber hinaus hatte die britische Pilotengewerkschaft Balpa für den 18., 19., 21., 23., 25., 27. und 29. September einen Aufruf zum Streik vorgelegt, um Verbesserungen in der Arbeits- und Gehaltsstruktur des Unternehmens zu fordern. Auch die belgische CNE und die ACV Puls wollen am 27. September ihre Solidarität mit ihren Kollegen aus anderen Ländern wegen der geplanten Massenentlassungen bekunden.

Der amtierende Minister für öffentliche Arbeiten, José Luis Ábalos, habe laut Medienberichten mehrfach bekräftigt, dass es sich hierbei um ein Problem der Arbeit und nicht um eins der Anschlussmöglichkeiten handele, und dass man diskret daran arbeite, Ryanair von diesen Plänen abzubringen.

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