Trauer

In Santa Cruz legte die Inselregierung und in Adeje die Gemeindeverwaltung eine Gedenkminute ein, um der in einer Höhle bei Adeje ermordeten deutschen Frau und ihres Sohnes zu gedenken. Die Flaggen der Gemeinde Adeje werden für zwei Tage auf halbmast gesetzt …

Da der Mann der Toten und Vater des Jungen verdächtigt wird, die Tat ausgeführt zu haben, wird allgemein von einem geschlechtsspezifischen Verbrechen ausgegangen und dieses vehement bei beiden Veranstaltungen verurteilt.

Auch der spanische Regierungspräsident, Pedro Sánchez, geht von einer machistischen Gewalttat aus und hat dem überlebendem Kind und den Familienangehörigen seine tiefe Anteilnahme bekundet und betont, dass dieser Art von Gewalt ein Ende gesetzt werden müsse.

Nach Medienberichten befindet sich das Kind, das dem mörderischen Akt entfliehen konnte, noch in Obhut des Sozialdienstes der Gemeindeverwaltung von Adeje und der Behörde für Minderjährige der Inselregierung und werde dort betreut und geschützt. Man wolle aber das Kind nach dieser erlebten Gräueltat so schnell wie möglich in seine gewohnte Umgebung nach Deutschland zurückbringen, wo es von Familienangehörigen aufgenommen werde. Den Zeitpunkt werde aber das Gericht festlegen.

Der mutmaßliche Mörder seiner Frau und seines zehnjährigen Sohnes bleibt während der Untersuchungen weiter in Haft. Trotz der Übertragung des Falles an das Juzgado de Violencia sobre la Mujer (Gericht für Gewalt gegen Frauen) wurde der Fall noch nicht offiziell als machistische Gewalt erklärt. Sollte dies aber nachgewiesen werden, dann würde es sich um die 18. Frau in Spanien handeln, die allein in diesem Jahr von ihrem Partner oder Expartner ermordet wurde.

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