Hilfsmittel beim Betrug

Mehrere Personen wurden in Palma (Mallorca) festgenommen, weil sie des Betrugs bei der Führerscheinprüfung für Ausländer beschuldigt werden. Sie sollen bei Prüfungen technische Hilfsmittel eingesetzt haben …

Wie die Policía Nacional heute in einer Pressemitteilung darlegt, ist in Palma ein Netzwerk zerschlagen worden, das mit illegalen Mitteln den Erwerb von Führerscheinen unterstützt hatte. Die Organisation erleichterte ausländischen Bürgern, die Schwierigkeiten beim Verstehen und Lesen der spanischen Sprache hatten, die Antworten auf Prüfungsfragen mit elektronischen Mitteln.

Nach Polizeiangaben betrat der Prüfling den Prüfungsraum mit einem unter seiner Kleidung versteckten Handy und mit einer speziell angebrachten Kamera. Dadurch konnte eine andere Person, die sich außerhalb des Raumes befand und ein Experte für Verkehrsangelegenheiten war, die Fragen über einen Minikopfhörer, den der Prüfling im Ohr trug, beantworten.

Im Ergebnis der vorherigen Untersuchungen verhafteten die Beamten vor Ort einen Prüfling zum Zeitpunkt der Prüfung und den Experten, der außerhalb des Raumes die Fragen beantwortete. Sie nahmen auch den Verantwortlichen des Netzwerks fest und die Person, die für die Suche von Menschen mit Problemen beim Verstehen und Lesen der spanischen Sprache zuständig war. Für jeden so ausgestellten Führerschein hatten sie sich zwischen 1.500 und 3.000 Euro bezahlen lassen.

Die Untersuchungen werden fortgesetzt und weitere Festnahmen sind nach Polizeiangaben nicht auszuschließen.

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