Offshore-Windenergieanlage auf den Kanaren
Bild-Quelle: Twitter @EquipoClavijo


Kanarische Inseln • Kanarenpräsident Fernando Clavijo besuchte die erste Offshore-Windenergieanlage Spaniens an der Küste von Telde (Gran Canaria).

Die Anlage wird im Juli in Betrieb gehen. Die kanarische Regierung glaubt, dass die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, dass die Inseln einen riesigen Sprung bei der Produktion erneuerbarer Energie machen können. Und das sei nicht nur deshalb möglich, weil sie ihre Windenergieleistung in diesem Jahr bereits verdoppeln, sondern auch, weil sie jetzt die erste spanische Meereswindkraftanlage betreiben.
Der Präsident der Autonomen Gemeinschaft gab diese Erklärungen ab, nachdem er den Prototyp einer Fünf-Megawatt-Windkraftanlage besichtigt hatte, den die Firmen Esteyco und Gamesa in Zusammenarbeit mit der Plataforma Oceánica de Canarias (Plocan) der Kanarischen Inseln an der Küste von Telde testen werden.
Nach der Meldung, dass eine weitere Verlängerung des Teleskopturms der Windkraftanlage bis zu einer Gesamthöhe von 160 Metern noch nicht erfolgt sei, hat Clavijo zugesichert, dass diese Offshore-Windkraftanlage den ganzen Juli über in Betrieb sein werde.
Clavijo glaubt, dass die Inseln stetige Fortschritte in diesem Bereich der Forschung und Technologie mache und dass, obwohl die Entwicklung der erneuerbaren Energien durch Rechtsstreitigkeiten lange Zeit verzögert wurde, in den letzten drei Jahren ein deutlicher Aufschwung stattgefunden hat.
„Wir werden das Jahr mit der Verdoppelung der Windenergieproduktion beenden, wir haben es geschafft, zwei weitere Ausschreibungen mit dem Staat auszuhandeln, wir haben einen wissenschaftlichen Ausschuss zum Klimawandel … Die Umstände sind günstig für einen großen Sprung und diese Windkraftanlage ist ein Beispiel dafür“, betonte Clavijo.
Aridane González, Forscher an der Universität von Las Palmas de Gran Canaria, betonte, dass diese Windkraftanlage einen Meilenstein in der technologischen Entwicklung der Kanarischen Inseln darstelle und die Inseln in den Mittelpunkt Europas stelle. „Es ist nicht nur ein Projekt, sondern viel mehr, und deshalb ist es wichtig, den Wissenstransfer von der Universität zur Entwicklung des Archipels, seine Nachhaltigkeit und seinen Weg in Europa hervorzuheben, denn bei all dem müssen die Kanarischen Inseln eine wichtige Rolle spielen, weil sie einzigartige klimatische und hydrografische Bedingungen haben“, fügte González hinzu. „Für die Kanarischen Inseln ist dies ein historischer Moment, denn es ist das erste Mal, dass wir diese Windkraftanlage auf den Inseln haben, die mit Fachwissen und Material von hier aus gebaut wurde“, schloss Aridane González.



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