Gemeinden kritisieren neues Dekret zu Ferienvermietungen


Kanarische Inseln • Die Gemeinden haben inzwischen Stellung zu dem von der kanarischen Regierung vorgelegten Dekret über Ferienvermietungen bezogen.

Nach einem Bericht des kanarischen Fernsehsenders RTVC haben mehrere kanarische Stadtverwaltungen bereits angekündigt, dass sie zu dem ersten Entwurf des Dekrets über die Ferienvermietung, das die kanarische Regierung letzte Woche vorgelegt hat, Anträge einbringen werden.
Die Exekutive hatte vorgeschlagen, die Ferienvermietungen in touristischen Gebieten einzuschränken und dafür in von den Gemeinden festzulegendem Maße auch in Wohnbereichen zuzulassen. „Dies ist der allgemeine Rahmen, und aufgrund dieser Situation können sowohl die Inselregierungen als auch die Stadtverwaltungen Ausnahmen festlegen“, betonte der Minister für Tourismus, Isaac Castellano.
Es sei nicht richtig zu sagen, dass Stadt- und Gemeinderäte die Macht hätten zu wählen, denn in Wirklichkeit gäbe es Abschnitte, die das verhindern. In der Praxis sei dies nicht möglich, meinte David Perez, Stadtrat für Tourismus von Arona.
José Miguel Rodríguez Fraga, Bürgermeister von Adeje, gab zu bedenken, dass die Tortilla umgedreht werde, um Ferienunterkünfte aus touristischen Gebieten in Wohngebiete zu verschieben. Er meint, das dies überdacht werden müsse.
Der Bürgermeister von Mogán, Onalia Bueno, wies darauf hin, dass es innerhalb des Hotel- und Tourismusverbandes Partner gäbe, die in Ferienhäuser im Strandbereich von Mogán investieren würden und nun von diesem Dekret betroffen seien.
Marco Aurelio Pérez, Bürgermeister von San Bartolomé de Tirajana, betont, dass dieses Dekret auch keine Lösung für die Förderung von Ferienunterkünften im Landesinneren von Gran Canaria darstelle, weil auch gewollt werde, dass Touristen ins Landesinnere reisen.
Fast 32.000 Häuser sind derzeit für touristische Vermietungen bestimmt, aber nur 6.600 sind legal. Die Gemeinden der Hauptstädte der Kanarischen Inseln glauben, dass das Problem mit mehr Kontrolle angegangen werden muss.
„Wir müssen Standards setzen und sicherstellen, dass diese eingehalten werden. Dafür müssen wir Inspektionselemente einführen, aber sie müssen von der Regierung der Kanarischen Inseln bezahlt werden, versichert Augusto Hidalgo, Bürgermeister von Las Palmas de Gran Canaria.
Einig sind sich aber alle darüber, dass das künftige Dekret zur Regelung der Ferienvermietung darauf abzielen sollte, Ordnung in den Sektor zu bringen, damit die Bewohner nicht von Touristen vertrieben werden.



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