Weiterer Treibstoffverlust im Hafen von Gran Tarajal
Der Hafen von Gran Tarajal.
Bild-Quelle: Gobierno de Canarias


Fuerteventura • Aufgrund eines neuen Treibstoffverlustes musste heute Morgen die Barrieren im Hafen von Gran Tarajal gedreht werden.

Blanca Pérez, die stellvertretende Umweltministerin der kanarischen Regierung, erklärte heute Nachmittag dazu, dass sich im Moment der größte Teil des Heizöls noch immer im Dock befände und in den nächsten Stunden, wenn die Seebedingungen es zuließen, der Versuche unternommen würde, doppelte und dreifache Barrieren zu errichten, indem man die Mündung des Fischer-Docks schließe.
In Bezug auf die mögliche Kontamination von Meer und Luft sagte Blanca Pérez, dass die ersten Ergebnisse der Wasserproben, die gestern am Strand und im Bereich der Meerwasserentsalzungsanlage gesammelt worden seien, umweltschädliche Elemente in den Badegebieten ausschließen. Sie teilte ferner mit, dass die Messeinrichtung für die Luftqualität bereits in Betrieb sei und dass mit den bisher gesammelten Daten festgestellt werden könne, dass die im Hafen von Gran Tarajal entstehende Abluft keine Gefahr für die Luftqualität darstellten und die Werte weit unter den geltenden Normen lägen. Die mobile Einheit, die nach Gran Tarajal verlegt worden sei, verfüge über drei Messgeräte: einen Benzol-, Toluol- und Xylol-Analysator, einen Schwefeldioxid-Analysator und einen Stickstoffoxid-Analysator. Benzol, Toluol und Xylol (BTX) sind flüchtige organische Verbindungen aus Kraftstoffen, Farben, Lösungsmitteln, etc.
Die Vize-Ministerin kündigte an, dass heute Nachmittag eine erste Bewertung durch die Taucher vorliegen werde, im Ergebnis derer die nächsten Maßnahmen festgelegt würden.
Inselpräsident Marcial Morales ergänzte, dass die Untersuchungen auch zeigen würden, welche Aktionen durchgeführt wurden und ob eine falsche Entscheidung getroffen worden sei. Aber jetzt sei es wichtig, zwischen den Verwaltungen zusammenzuarbeiten, um diese Situation so schnell wie möglich zu lösen. Nach der Rückkehr zur Normalität werde es an der Zeit sein, gemeinsam darüber nachzudenken, welche Investitionen in diesem Hafen notwendig seien.