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Lenkungsausschuss 17.12.2021

Der PEVOLCA-Lenkungsausschuss erinnerte heute daran, dass der gesetzliche Notstand und die rote Ampel weiterhin in Kraft bleiben, auch wenn das Ausbleiben von Beobachtungen des vulkanischen Überwachungssystems anhält und die Situation günstig für das Ende des eruptiven Prozesses erscheint … ►►►



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Daher werden alle seit Beginn des eruptiven Prozesses festgelegten Katastrophenschutzmaßnahmen in gleicher Intensität in Kraft bleiben.

Zum aktuellen Stand der Eruption weist der wissenschaftliche Ausschuss in seinem Tagesbericht darauf hin, dass das Ausbleiben von Beobachtungen zwar die Anzeichen für eine Erschöpfung des eruptiven Prozesses bestätigt, dass aber ein erneutes Aufflammen der strombolianischen Aktivität und des Ausstoßes von Lavaströmen nicht ausgeschlossen werden kann. Die aufgezeichneten und beobachtbaren Daten müssten weitere acht Tage lang auf dem derzeitigen Stand gehalten werden, um sagen zu können, dass der Prozess, der am 19. September begann, beendet ist.

Der technische Direktor von PEVOLCA, Miguel Ángel Morcuende, betonte, dass die Sicherheit der Menschen im Vordergrund stehe und dass der Prozess stabil sei. Allerdings würden immer noch hohe Temperaturen in den Lavaströmen registriert, wie die Wärmebildkameras der Drohnen, die das Notfallgebiet überwachen, zeigten.

Darüber hinaus gäbe es nach wie vor giftige Gase, vor allem im südlichen Gebiet, was bedeute, dass der Zugang der Anwohner zu den evakuierten Gebieten mit erhöhter Vorsicht erfolgen müsse.

Zu diesem Zweck wird sich die militärische Einheit UME am morgigen Samstag gemeinsam mit der Guardia Civil an den begleitenden Arbeiten zur Beratung und Messung der Gaskonzentrationen beteiligen.

In jedem Fall ist es notwendig, Wohnungen gut zu lüften und das Betreten von Kellern und Garagen zu vermeiden, da die Gase schwerer als Luft sind und sich im Keller ansammeln.

In Bezug auf die in den letzten 24 Stunden beobachteten Daten zur Bebentätigkeit erklärte die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses, María José Blanco, dass sich das Beben auf dem Niveau der Hintergrundgeräusche befinde und dass die Seismizität in allen Tiefen auf einem ähnlichen Niveau wie gestern bleibe.

Die gestrige Schwefeldioxidemission (SO2) aus dem aktuellen Eruptionsprozess in der Cumbre Vieja in die Atmosphäre war mittelgroß, steht aber nicht im Zusammenhang mit dem Magmaaufstieg, sondern mit einem Prozess der Verfestigung des Oberflächenmagmas in den Kanälen des Eruptionszentrums.

Bei den nicht sichtbaren vulkanischen Gasemissionen konnte die diffuse Emission von Kohlendioxid (CO2), die mit dem 220 km2 großen Vulkansystem der Cumbre Vieja verbunden ist, aus technischen Gründen nicht geschätzt werden. In diesem Zusammenhang erklären die Wissenschaftler, dass diese diffusen CO2-Emissionen in einigen Gebieten des Vulkans Cumbre Vieja eine Gefahr für die Menschen darstellen können, sofern hohe Werte des diffusen CO2-Flusses in schlecht belüfteten Gebieten und/oder in Höhen von weniger als einem Meter über dem Boden als Folge der möglichen Anhäufung von CO2 und einer Abnahme des Sauerstoffs in der Luft gemessen werden.

Was die Luftqualität anbelangt, so haben sich die Werte für Partikel kleiner als 10 Mikrometer (PM10) heute in Los Llanos de Aridane verbessert und sind an dieser Station von extrem ungünstig auf ungünstig gesunken. In den übrigen Stationen bleiben sie auf einem guten Niveau. Die Schwefeldioxid (SO2)-Werte waren an allen Stationen gut, ohne dass stündliche oder tägliche Grenzwerte überschritten wurden, und die Situation bleibt auch heute unverändert.

Unter diesen Umständen und als Vorsichtsmaßnahme wird in der Gegend von Los Llanos de Aridane erneut empfohlen, dass Risikogruppen und empfindliche Bevölkerungsgruppen einen längeren Aufenthalt im Freien vermeiden und bei einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustands einen Notdienst aufsuchen. Der Allgemeinbevölkerung wird empfohlen, alle Aktivitäten im Freien einzuschränken, Masken der Stufe FFP2 oder höher zu tragen, die Nase und Mund ausreichend bedecken, und bei Arbeiten im Freien den entsprechenden Schutz zu verwenden.

Bei der heutigen Sitzung waren Vertreter des Konsortiums für Versicherungsentschädigungen anwesend, um dem Lenkungsausschuss, der als Notfallmanagementgremium für den Beginn des Wiederaufbaus zuständig ist, über den Stand der Bewertung und Zahlung der Schäden zu berichten. In diesem Zusammenhang wiesen sie darauf hin, dass 2.813 Anträge auf Entschädigung eingegangen sind und bereits 73,5 Millionen Euro ausgezahlt wurden, darunter für Wohnungen, Fahrzeuge, Unternehmen und Industrien, die von 460 Personen mit einem Durchschnittswert von rund 160.000 Euro eingereicht wurden.



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