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Gasmessungen

Die Gefahr von Gasemissionen des Vulkans von La Palma, der seit seinem Ausbruch am 19. September am heutigen Samstag seit 82 Tagen aktiv ist, stand im Mittelpunkt der heutigen Sitzung des PEVOLCA-Lenkungsausschusses … ►►►



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Auf der Pressekonferenz erklärte der technische Direktor Miguel Ángel Morcuende, dass die Lava derzeit über frühere Lavaströme fließt, insbesondere über die zentralen und südlichen Gebiete, und sich in Richtung des Gebiets, in dem die Lavaströme 9 und 11 zusammenfließen, in Richtung Meer bewegt.

Die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses, María José Blanco, erklärte in diesem Zusammenhang, dass die Lava von dem westlich des Hauptkegels gelegenen Ergussherd durch eine Vulkanröhre fließt, die mehrere Vertiefungen aufweist, von denen zwei Lavaströme ausgehen, die sich über frühere Lavaströme nach Westen bewegen. Der aktivste, der in den Lavastrom mündete, der westlich des Cogote-Berges entstand und derzeit inaktiv ist, setzt sich auf diesem fort und fällt in zwei Armen auf die untere Insel im Gebiet von Las Hoyas.

Da die Lava weiterhin in Richtung Meer fließt, ohne neue Gebiete zu berühren, wird die Lavafläche unverändert auf 1.184 Hektar geschätzt, mit einer maximalen Breite von 3.350 Metern, und die Gesamtfläche der Lavadeltas bleibt bei 48,03 Hektar, von denen 5,05 Hektar auf das nördlichste Delta entfallen.

Risse und Brüche im oberen Teil des Sekundärkegels (konzentrisch und radial zum Kegel) haben die Morphologie des Kegels verändert und zu kleinen Ablösungen im Inneren und in den angrenzenden Kratern geführt.

Am heutigen Samstag haben die Ergebnisse der Gasmessungen den Bewässerern und Anwohnern den Zugang zum evakuierten Gebiet sowohl von Norden als auch von Süden her ermöglicht. Die Situation ist jedoch in Bewegung und wird von der UME ständig überwacht. Der technische Direktor erinnerte daran, dass vor dem Betreten von Wohnungen das Gebäude durch Öffnen von Türen und Fenstern gelüftet werden sollte.

Die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses betonte, dass die Bebenaktivität in mittleren Tiefen in den letzten 24 Stunden gering geblieben sei, während die Zahl der Erdbeben in Tiefen von mehr als 20 Kilometern weiterhin sehr niedrig sei.

In der Nacht und in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages blieben die Luftqualitätswerte für Schwefeldioxid (SO2) an allen Stationen des Netzes auf einem guten oder einigermaßen guten Niveau, ohne dass die stündlichen oder täglichen Grenzwerte überschritten wurden.

In der Nacht von gestern auf heute stiegen die Konzentrationen an der Station Tazacorte deutlich an und erreichten sehr ungünstige Luftqualitätswerte mit vier Überschreitungen der stündlichen Grenzwerte (festgelegt auf 350 µg/m3 ) zwischen 3.00 und 6.00 Uhr, von denen drei über der Alarmschwelle (festgelegt auf 500 µg/m3 ) lagen, jedoch nicht aufeinanderfolgend. In der Folge sind die Werte auf ein einigermaßen gutes und angemessenes Niveau gesunken.

Während dieses Zeitraums sind die Werte in Puntagorda und Los Llanos ebenfalls gestiegen, allerdings mit geringerer Intensität und auf ein normales Niveau. An den übrigen Stationen war die SO2-Luftqualität weiterhin gut.

Bei den Partikeln mit einer Größe von weniger als 10 Mikrometern (PM10) kam es gestern im Laufe des Tages zu einem allgemeinen Anstieg der Konzentrationen an allen Stationen, der mit dem Eintreffen von Calima-Staub zusammenfiel. Infolgedessen bewegt sich der gleitende 24-Stunden-Durchschnitt an allen Stationen von guten zu einigermaßen guten Werten.

Heute Morgen waren die Pegel an allen Stationen einigermaßen gut, mit Ausnahme von Las Balsas und La Grama, wo die Pegel ziemlich gut waren. Zwischen Sonntag und Montag wird erwartet, dass die PM10-Werte im Zusammenhang mit dem Calima-Staubs ansteigen.

Aus diesem Grund und als Vorsichtsmaßnahme sollten Risikogruppen und empfindliche Bevölkerungsgruppen in den Gebieten Puntagorda, Puntallana, San Andrés y Sauces, Barlovento und Breña Alta anstrengende und/oder lang andauernde Aktivitäten im Freien reduzieren. Für die Allgemeinbevölkerung können die Aktivitäten im Freien wie gewohnt durchgeführt werden. Es sollte jedoch auf Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, übermäßige Müdigkeit oder Herzklopfen geachtet werden.

Die Wettervorhersage sagt überwiegend nordöstliche bis östliche Winde voraus, was bedeutet, dass die Vulkanfahne weiterhin in süd-südwestlicher Richtung vom Eruptionsherd ausstrahlen wird, was ein günstiges Szenario für den Flugbetrieb bedeutet.



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