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Lenkungsausschuss 04.12.2021

Die Reaktivierung des Lavastroms im Süden der Montaña Cogote in Richtung Camino La Majada stand im Mittelpunkt der heutigen Sitzung des PEVOLCA-Lenkungsausschusses … ►►►



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In Bezug auf die Entwicklung der Lavaströme hob der technische Direktor Miguel Ángel Morcuende als wichtigste Neuigkeit der letzten Stunden die Reaktivierung des südlichen Lavastroms hervor, der in Richtung Camino La Majada in südwestlicher Richtung fließt, Lücken zwischen den Lavaströmen 3 und 11 füllt und eine neue Fläche in einem Gebiet bedeckt, das bereits evakuiert worden war. Die anfängliche Geschwindigkeit dieser Strömung hat sich verlangsamt, da sie an Fließfähigkeit verloren und an Viskosität gewonnen hat.

Die Lavaströme 7, 8 und 10 werden weiterhin von Lavaröhren gespeist, allerdings in geringerem Maße als an den vorangegangenen Tagen und ohne die Oberfläche des Deltas zu verändern.

In diesem Zusammenhang erklärte die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses, Carmen López, dass die eruptive Aktivität an der Nordostflanke, wo die Anhäufung von Pyroklastika zur Bildung eines Kegels führte, der Lava ausstieß, zum Stillstand gekommen ist.

In den Ausbruchsherden des Hauptkegels konzentrierte sich die Aktivität auf einen der Herde im Südosten, von wo aus gestern ein Lavastrom entstand, der in südwestlicher Richtung nach Las Manchas fließt und derzeit kaum vorankommt.

Die Lavaströme, die sich in den letzten Tagen im Frontón-Gebiet ergossen haben, sind praktisch inaktiv. Gestern wurde ein Riss mit einem zentralen Einsturz in Nord-Süd-Richtung, etwa 100 Meter entfernt und südlich des Hauptbereichs, gemeldet. Entlang der Spalte wurden keine Gase oder thermische Oberflächenanomalien festgestellt.



Die Seismizität in mittleren Tiefen hat in den letzten 24 Stunden weiter abgenommen und ist in denselben Gebieten lokalisiert. Die Zahl der Erdbeben in Tiefen von mehr als 20 Kilometern bleibt niedrig, und die Bebenstärke ist gering, bei geringerer Variabilität.

Trotz des Rückgangs dieser Parameter ist der Schwefeldioxidgehalt in der Abgasfahne nach wie vor hoch, was darauf hindeutet, dass Magma vorhanden ist, um die Eruption zu speisen. Um von einer anhaltenden Stabilität sprechen zu können, die eine Vorhersage des Endes des Prozesses erlaubt, müssen nach Ansicht der Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses alle Beobachtungswerte niedrig und auch zeitlich beständig sein, und diese Situation ist noch nicht gegeben.

Was die Luftqualität betrifft, so blieben die Schwefeldioxidwerte (SO2) gestern an den Stationen in Los Llanos de Aridane, Tazacorte und Puntagorda auf einem recht guten und regelmäßigen Niveau, und obwohl es keine Überschreitungen des Stundengrenzwerts gab, überstiegen die Hintergrundwerte den Tagesmittelwert in Los Llanos de Aridane und Puntagorda. In der Nacht und am frühen Morgen wurden heute in Los Llanos de Aridane, Tazacorte und Puntagorda weiterhin gute bis mäßige Werte gemessen, die im Laufe des Vormittags abnahmen, während in El Paso und Fuencaliente den ganzen Tag über gute Werte verzeichnet wurden.

Bei den Partikeln mit einer Größe von weniger als 10 Mikrometern (PM10) gab es gestern keine Überschreitung des Tagesgrenzwerts, obwohl heute ein Aufwärtstrend bei den Aufzeichnungen aller Stationen zu verzeichnen ist, der das Auftreten des Calima-Phänomens widerspiegelt, vor allem an den Stationen im Osten der Insel. In diesem Sinne erreicht der gleitende 24-Stunden-Durchschnitt heute Morgen in La Grama (Breña Alta) einen ungünstigen Wert und in den übrigen Stationen einen recht guten Wert.

Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt der PEVOLCA-Plan der allgemeinen Bevölkerung und der sensiblen oder besonders gefährdeten Bevölkerung von Breña Alta weiterhin die Verwendung von FFP2-Masken, um alle Aktivitäten im Freien einzuschränken, bis sich die Situation verbessert.

Die in der Nacht und am frühen Morgen in den evakuierten Gebieten festgestellten Gaskonzentrationen haben heute dazu geführt, dass Anwohner und Bewässerungsbetriebe weder auf dem Land- noch auf dem Seeweg in den Süden gelangen konnten, da sie gesundheitsgefährdende Werte erreicht haben.

Die für die nächsten 48 Stunden vorhergesagten Winde werden die Aschewolke in westlicher Richtung zerstreuen, und das Szenario wird für den Flugbetrieb weiterhin günstig sein.

Die PEVOLCA-Verwaltung erinnerte die Besucher während des langen Wochenendes daran, im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu sein und bei Fortbewegung an den Straßen stets eine Warnweste zu tragen, um Unfälle zu vermeiden. Sie betonte auch, wie wichtig es ist, die Selbstschutzvorschriften einzuhalten, um eine Ansteckung mit COVID-19 zu vermeiden.



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