Diese Website ist Teil des News-Portals Teneriffa-heute. Die Domaine Teneriffa-heute.net enthält die Informationen von September 2017 bis Januar 2022. Aufgrund eines technischen und zum Teil inhaltlichen Relaunchs wird das News-Portal jetzt unter der Domain Teneriffa-heute.info weitergeführt. Beide Teile gehören aber weiter zusammen und ergänzen sich. Nutzen Sie für News ab Februar 2022 bitte die Domain
https://Teneriffa-heute.info

Lenkungsausschuss 26.11.2021

Die gestern festgestellte Zunahme des Lavaaustritts mit der Öffnung einer Spalte mit mehreren Austrittsstellen sowie die Verbesserung der Luftqualität, bei der heute an allen Stationen gute Werte sowohl für Schwefeldioxid (SO2) als auch für PM10-Partikel gemessen wurden, waren einige der Aspekte, die vom PEVOLCA-Lenkungsausschuss am heutigen Freitag besprochen wurden …

Nach Angaben der Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses, María José Blanco, wurde die Wiedereröffnung eines eruptiven Brennpunkts am östlichen Ende des Gebiets bestätigt, mit der Emission eines südwestlichen Stroms, der die Zone 11 erreichte. In diesem Zusammenhang erklärte sie, dass sich gestern Nachmittag im Rahmen des laufenden Eruptionsprozesses eine Spalte mit mehreren Lavaaustrittsstellen weniger als einen Kilometer südlich des Hauptkegels geöffnet hat. Zurzeit ist in dieser Spalte keine Aktivität zu erkennen, und die Aktivitäten in diesem Gebiet werden ständig vom Boden aus und mithilfe von Drohnen überwacht.

Zur Entwicklung der Lavaströme erklärte der technische Direktor von PEVOLCA, Miguel Ángel Morcuende, dass der Magmaaustritt aus einem südwestlich des Kegels gelegenen Ausbruchszentrum dazu geführt hat, dass die Lava durch den Strom Nr. 10 und dann zum Strom Nr. 11 fließt. Auf diese Weise hat die Lava den Friedhof von Las Manchas und einen wichtigen Teil des Fotovoltaikgebiets überspült und Häuser in Mitleidenschaft gezogen.

Andererseits fließt weiterhin Lava aus früheren Lavaströmen, die sich in zwei Bereiche aufteilen: aus den Lavaströmen 4, 5 und 7 zwischen Montaña Laguna und Montaña Todoque, was durch die Tatsache bestätigt werden kann, dass das Delta im Norden gespeist wird, wenn auch nur in geringem Maße, und aus dem Lavastrom 9, der im Falle von Überläufen überwacht wird.

Was die Schäden an der Infrastruktur anbelangt, so wurden nach den neuesten Daten des Katasteramtes etwa 1.506 Gebäude zerstört, davon 1.212 für Wohnzwecke, 161 für landwirtschaftliche Zwecke, 67 für industrielle Zwecke, 36 für Gaststätten, 13 für öffentliche Zwecke und 16 für andere Zwecke. Nach den Informationen des Copernicus-Satelliten sind schätzungsweise 2.786 Gebäude/Bauten betroffen, 2.695 vollständig und 91 teilweise.

Was die Luftqualität betrifft, so werden heute an allen Stationen auf der Insel gute oder einigermaßen gute Werte gemessen, sowohl für PM10-Partikel als auch für Schwefeldioxid (SO2). Außerdem haben sich die Gasmessungen in den Sperrzonen erheblich verbessert.

Zur Bebentätigkeit berichtete die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses, dass die intermediäre Seismizität weiterhin auf niedrigem Niveau liegt, während die Seismizität in der Tiefe weiter abgenommen hat.

Was die Wetterbedingungen betrifft, so wird erwartet, dass der Wind die Asche- und SO2-Wolke ab Samstagmorgen nach Westen bläst, was ein günstiges Szenario für den Betrieb des Flughafens von La Palma bedeuten wird.

Am Freitag wurde die Regenwarnung auf der Insel aufrechterhalten, mit starken bis sehr starken Regenfällen, die von Gewittern begleitet werden, obwohl erwartet wurde, dass die Episode von starken Regenfällen für die Insel La Palma in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages nachlassen wird.

Der Lenkungsausschuss wurde auch über die Studie informiert, die über das Entwässerungsnetz und das Wassereinzugsgebiet in La Laguna durchgeführt wird, um den Abfluss des Regenwassers bei Regenfällen zu verbessern, da sich durch den eruptiven Prozess eine neue Struktur gebildet hat, die verhindert, dass das Wasser den bisherigen Kanälen folgt. Die Hochschule für Bauingenieure, die IGN, die IGME und das Cabildo von La Palma sind an diesen Arbeiten beteiligt.

Was die Straßeninfrastruktur betrifft, so werden die Erdarbeiten für die Zufahrtsstraße nach Puerto Naos fortgesetzt, auch wenn sie heute aufgrund der widrigen Wetterbedingungen unterbrochen wurden. Auch die Aschebeseitigung und die Wartungsarbeiten an den Hauptverkehrsstraßen werden fortgesetzt und in den städtischen Gebieten intensiviert.


Die aktuellsten News: