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Beginn der Evakuierungen

Der wissenschaftliche Ausschuss des PEVOLCA hat nach seiner Tagung am heutigen Sonntag die präventive Evakuierung der gefährdeten Bevölkerung empfohlen, da die seismische Aktivität auf La Palma den höchsten Stand seit Beginn des Schwarms erreicht hat …

Auf der Grundlage dieser Informationen hat der Lenkungsausschuss beschlossen, vorrangig mit der Evakuierung von Personen mit eingeschränkter Mobilität in den Bevölkerungszentren von Las Manchas (Las Manchas de Abajo, Jedey, San Nicolás und El Paraíso) zu beginnen, zu denen die Gemeinden El Paso und Los llanos de Aridane, El Charco (Fuencaliente), La Bombilla (Los llanos de Aridane und Tazacorte) sowie El Remo und Puerto Naos (Los Llanos de Aridane) gehören.

Die Vulkanampel steht weiterhin auf Gelb, obwohl die Katastrophenschutzmaßnahmen intensiviert werden und das Technische Direktorat ermächtigt ist, die selektive Evakuierung anderer Gebiete des Cumbre Vieja zu planen, falls dies erforderlich ist, und zwar in Abstimmung mit dem Cabildo und den Stadtverwaltungen. Die geschätzte Einwohnerzahl beträgt 1.000 Personen.

Die verschiedenen Verwaltungen haben auch Maßnahmen zur Kontrolle der Straßen ergriffen, indem sie die Zufahrten sperrten und die Aktivitäten aussetzten.

Experten haben darauf hingewiesen, dass sich die seismische Aktivität weiter verstärkt und es zu lokalen Ereignissen an der Oberfläche bis in eine Tiefe von 8 km kommt. Zahlreiche Erdbeben mit maximaler Intensität III-IV sind zu spüren. Es gibt auch Oberflächenerscheinungen wie Geräusche und Vibrationen, die mit der Oberflächenseismizität zusammenhängen. Die seismische Aktivität hat seit Beginn des Schwarms ein Maximum erreicht. Darüber hinaus haben die Verformungen zugenommen.

In diesem Szenario hält der Ausschuss das Auftreten von spürbaren Erdbeben größerer Intensität für wahrscheinlich, die Schäden an Infrastrukturen verursachen können. Auch auf den Straßenabschnitten der LP-2 zwischen Fuencaliente und Las Manchas sowie auf der LP-3 an der Zufahrt zum Tunnel in Richtung Santa Cruz de La Palma-El Paso kann es zu Steinschlägen kommen. In Gebieten mit steilen Hängen sind Erdbeben nicht ausgeschlossen, insbesondere wenn die Seismizität die Magnitude 4,0 überschreitet.

Der Wissenschaftliche Ausschuss weist nachdrücklich auf die Aktualität der mit Seismizität und Erdrutschen verbundenen Gefahren hin. Es wird empfohlen, die Maßnahmen zu intensivieren und die gefährdete Bevölkerung vorsorglich zu evakuieren.

Ratschläge für Betroffene

  • Im Falle einer Evakuierung informiert Sie Ihre Gemeindeverwaltung über die Evakuierungsrouten und den festgelegten Sammelplatz. Verlassen Sie das Haus erst, wenn Sie die entsprechenden Anweisungen erhalten haben.
  • Wählen Sie als Vorsichtsmaßnahme ein Familienmitglied oder einen Freund als Bezugspunkt, um ihm mitzuteilen, wohin Sie im Falle einer Evakuierung gehen werden, und sorgen Sie dafür, dass auch der Rest Ihrer Familie Bescheid weiß. Wenn Sie mit behinderten Menschen zusammenleben, die einen Sondertransport (Krankenwagen) benötigen, benachrichtigen Sie die Abteilung für soziale Angelegenheiten der Gemeinde.
  • Halten Sie ein Kommunikationsmittel bereit, vorzugsweise ein Mobiltelefon mit Ladegerät, sowie ein batteriebetriebenes Radio, eine Taschenlampe, Kerzen und Ersatzbatterien, und folgen Sie den Anweisungen der zuständigen Behörden über Fernsehen und Radio. Die Kommunikation bei der Evakuierung erfolgt über ein mobiles Lautsprechersystem mit der örtlichen Polizei, den Rundfunkmedien oder über andere Mittel, die gegebenenfalls eingerichtet werden.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Medikamente für Familienmitglieder haben, die diese regelmäßig benötigen. Es ist ratsam, die persönlichen Unterlagen der gesamten Familie und des Hauses in einem Ordner aufzubewahren.
  • Es ist ratsam, Wasser in Flaschen bereitzuhalten. Die Trinkwasserversorgung kann beeinträchtigt werden.
  • Es wird empfohlen, nicht verderbliche Grundnahrungsmittel für ein paar Tage mitzuführen.
  • Alle Erwachsenen sollten wissen, wie man Gas, Wasser und Strom abstellt. Diese müssen im Falle einer Evakuierung abgeschaltet werden.
  • Halten Sie den Kraftstofftank Ihres Fahrzeugs nach Möglichkeit voll. Tankstellen können geschlossen sein.
  • Wenn Sie Nutztiere haben, informieren Sie Ihre landwirtschaftliche Beratungsstelle oder das Informationstelefon des Cabildo, damit diese Ihnen sagen können, was zu tun ist. Wenn Sie evakuiert werden müssen, lassen Sie sie nicht gefesselt zurück. Lassen Sie sie frei.
  • Wenn Sie Haustiere haben, vertrauen Sie deren Betreuung Familienmitgliedern oder Freunden an, die außerhalb der gefährdeten Gemeinden leben. Wenn Sie keine Unterkunft für diese Tiere haben, kümmern sich die Behörden um sie. Aus hygienischen Gründen können sie nicht in Unterkünften gehalten werden.
  • Denken Sie daran, dass die 1-1-2 eine Telefonnummer ist, die nur für Notfälle gilt. Wenn Sie allgemeine Informationen über die Situation benötigen, sollten Sie 0-1-2 anrufen oder sich über die Medien informieren.

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