2017 12 15 Fly Niki
Foto-Quelle: Fly Niki (Archivfoto)


Niki hat sieben Tage Zeit, um einem Verkauf zuzustimmen, bevor sie ihre Slots verliert. Bis zu 10.000 Niki-Passagiere könnten in den nächsten zwei Wochen gestrandet sein.

„Der Verkauf der insolventen österreichischen Fluggesellschaft Niki muss innerhalb von sieben Tagen vereinbart werden, bevor ihre Slots ungültig und neu verteilt werden“, so Niki-Betriebsratsvorsitzender Stefan Tankovits im ORF-Radio. „Slots, eine der attraktivsten Anlagen von Niki, bleiben sieben Tage lang gültig“, sagte Tankovits und betonte, wie wichtig es sei, den Verkauf des Unternehmens abzuschließen, bevor sie nicht mehr gültig sind und die Fluggesellschaft dadurch an Marktwert verliere.
Vorerst sind mindestens drei Parteien, darunter der ehemalige Formel-1-Pilot und Gründer der Fluggesellschaft, Niki Lauda, und der Reiseveranstalter Thomas Cook, daran interessiert, die Fluggesellschaft Niki, eine Tochtergesellschaft der gescheiterten Air Berlin, zu übernehmen, nachdem sie ihren Betrieb eingestellt hatte, weil die Europäische Kommission die Genehmigung zur Übernahme durch Lufthansa verweigert hatte.
Nachdem die geplante Übernahme von Niki durch Lufthansa gescheitert ist, hat die Fluggesellschaft am späten Mittwoch bei einem Gericht in Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.
Nach Angaben österreichischer Gewerkschafter wird geschätzt, dass der Zusammenbruch von Niki 1.000 Arbeitsplätze bedrohen und 800.000 Kunden treffen könnte, die bereits ihr Ticket für den Flug mit der Air Berlin-Tochtergesellschaft gekauft haben. Das österreichische Verkehrsministerium schätzte seinerseits, dass in den nächsten zwei Wochen bis zu 10.000 Niki-Passagiere festsitzen könnten, so dass Niki versucht, Flugzeuge zu mieten oder Vereinbarungen mit Fluggesellschaften zu treffen, um sie zurückzubringen.