2017 11 17 pateras  archiv
Immer wieder versuchen Menschen in kleinen, oftmals maroden Booten über den Atlantik auf die Kanaren zu kommen. (Archivfoto)
Foto © Salvamento Marítimo


Ein Boot mit 47 Senegalesen an Bord wurde am Mittwoch von der mauretanischen Küstenwache in der Nähe des Cap Timiris abgefangen und in den Hafen von Nuadibú gebracht. Die Männer waren auf dem Weg zum kanarischen Archipel. Als sie gestoppt wurden, wies das Boot bereits mehrere Lecks auf. Es hätte in jedem Moment sinken können. Unwahrscheinlich, dass die Immigranten tatsächlich lebend auf den Kanaren angekommen wären. Die mauretanischen Behörden bringen sie nun zurück in den Senegal.
Erst am Dienstag kamen auf Teneriffa 34 Senegalesen, ein Gambianer und ein Malinese an, die von der kanarischen Küstenwache vor der tinerfenischen Küste an Bord genommen wurden. Unter den Bootsinsassen waren auch elf Minderjährige.
Überfahrten von Mauretanien und Senegal zu den Kanaren hatten 2006 und 2007 ihren Höhepunkt. Damals kamen rund 45.000 Immigranten aus der Subsahara-Region auf den Archipel. Nachdem 2008 eine Zusammenarbeit zwischen Spanien und Mauretanien zur Überwachung der Küsten begann, hat sich die Zahl drastisch reduziert. Im letzten Jahr erreichten 617 Flüchtlinge über den Atlantik den Archipel und 113 wurden auf afrikanischer Seite abgefangen und zurückgeschickt.