Lenkungsausschuss 04.11.2021

Zu den Empfehlungen für die Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane und Tazacorte gehört auch weiterhin, dass Risikogruppen und empfindliche Bevölkerungsgruppen längere Aufenthalte im Freien vermeiden und den festgelegten medizinischen Behandlungsplan befolgen sowie bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands einen Notdienst aufsuchen sollten …

Das beschloss der PEVOLCA-Lenkungsausschuss auch am heutigen Donnerstag, obwohl sich die PM10-Partikelkonzentration in den letzten 24 Stunden verbessert hat und die Prognosen einen weiteren Rückgang erwarten lassen.

Weiterhin gehört es zu den allgemeinen Empfehlungen für die Bevölkerung, alle Aktivitäten im Freien zu reduzieren, FFP2-Masken zu verwenden und bei Arbeiten, die im Freien ausgeführt werden müssen, einen geeigneten Schutz zu tragen. Seit Beginn des Vulkanausbruchs hat das Rote Kreuz 65.533 FFP2-Masken und 6.852 Schutzbrillen an die Bevölkerung der Insel verteilt und wird dies auch weiterhin tun.

Nach Angaben des kanarischen Gesundheitsdienstes gab es bisher keine Krankenhauseinweisungen wegen Atembeschwerden im Zusammenhang mit den Schwebeteilchen, sondern nur vereinzelte Konsultationen, die meisten davon aus Gründen, die nichts mit dem Vulkanausbruch zu tun haben.

Was den Unterricht anbelangt, so wurde zwar beschlossen, diesen in den fünf Gemeinden, in denen er unterbrochen ist (Los Llanos de Aridane, El Paso, Tazacorte, Puntagorda und Tijarafe), wieder aufzunehmen, allerdings mit einer Einschränkung bei der Nutzung von Freiflächen durch die Schüler. Das Ministerium für Bildung, Universitäten, Kultur und Sport hat jedoch beschlossen, diese Rückkehr in die Klassenräume auf Montag zu verschieben, damit die von der Ascheansammlung betroffenen Schulen vorbereitet werden können und der Unterricht am morgigen Freitag wieder online stattfindet.

Was die Grundversorgung betrifft, so wurden die täglichen Kontrollen der Wasserqualität durch den Inselrat für Wasser gemeldet, wobei es bei den Analysen keine Zwischenfälle gab.

Im Hinblick auf das Einsammeln, die Lagerung und den Transport der Vulkanasche wurde der Einsatz überprüft, um die Teams gegebenenfalls zu verstärken und das Personal umzuverteilen, um die Häuser und Wasserabläufe im Valle de Aridane im Falle von Regen zu schützen. Der Begleitservice für Bewässerungsanlagen und die Abholung von Hausrat wird weiterhin angeboten, allerdings mit Einschränkungen bei den Fahrplänen und der Verteilung von Masken.

Aus Sicherheitsgründen und um den Zustrom von Besuchern in das Ausbruchsgebiet zu regeln, wird am kommenden Samstag zwischen 17.00 und 22.00 Uhr eine Einbahnstraße zwischen El Paso und Los Llanos de Aridane über die Cuestas de Hermosilla sowie auf der LP-2 und LP-3 von Los Llanos de Aridane nach Tajuya eingerichtet. Diese Zeitbeschränkung kann verlängert werden, wenn dies aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in diesem Gebiet für notwendig erachtet wird.

Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften die Verkehrskontrollmaßnahmen in der Gegend um die Miradores de Tajuya und El Time verstärkt. Die Bevölkerung wird gebeten, besondere Vorsichtsmaßnahmen im Hinblick auf den Verkehr und die Fußgänger zu treffen, um Unfälle zu vermeiden, und reflektierende Westen zu tragen.

Die Arbeiten an der Straße, die als alternative Zufahrt nach Puerto Naos dienen könnte, falls die LP-211 von der Lava in Mitleidenschaft gezogen wird, gehen zügig voran, und es wird erwartet, dass die Verbreiterung der Straße in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird, um die Durchfahrt für schwere Fahrzeuge zu ermöglichen.

Rubén Fernández, der technische Direktor von PEVOLCA, der Miguel Ángel Morcuende vorübergehend vertritt, erklärte, dass die Lava unterschiedlich viel in das System einspeist, das sich über alte Lavaströme aus dem Zentrum und dem Süden fortsetzt und kaum überläuft. Die Lava fließt über die Lavaströme 9 und 3, ohne nennenswertes Wachstum, und zwischen den Lavaströmen in den Zonen 9 und 11 gibt es kaum einen Überlauf.

Carmen López, Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses und nationale Direktorin der Vulkanüberwachung des Nationalen Geografischen Instituts (IGN), erklärte, dass die im Kegel sichtbare Aktivität sehr unterschiedlich ist, mit gelegentlichen Impulsen hoher Lava-Emissionsraten. Der Strom fließt weiter nach Westen und überflutet dabei gelegentlich einige der bereits bestehenden vulkanischen Röhren und Kanäle.

Die Seismizität ist in der mittleren Zone weiterhin hoch, während sie in der tiefen Zone leicht abnimmt und weiterhin in denselben Gebieten wie in den letzten Wochen auftritt, nämlich in Tiefen zwischen 10 und 15 Kilometern und auch in Tiefen von mehr als 20 Kilometern. Die maximale Magnitude war 3,6 mbLg eines Ereignisses heute um 2.11 Uhr in einer Tiefe von 9 Kilometern, gefühlt mit maximaler Intensität II-III (EMS).

Andererseits wird eine Zunahme der Passatwinde mit mäßigem Wind vorhergesagt, wobei sich die Asche in den nächsten Tagen in Richtung Südosten und Süden bewegen wird, was den Flugbetrieb auf La Palma und den übrigen Flughäfen des Archipels begünstigen wird. Darüber hinaus wird die thermische Inversion in 2.000 Metern Höhe liegen, was die Dispersion von Partikeln und eine Verbesserung der Luftqualität ermöglicht.


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