2017 11 05 IASS Sede
Foto © Cabildo de Tenerife


Das Instituto de Atención Social y Sociosanitaria (IASS) arbeitet an der Förderung eines neuen Modells öffentlicher Unterbringungen für unabhängige ältere Menschen, die als „Cohousing“ bekannt sind, um ein neues Dienstleistungsangebot gegenüber dem traditionellen Modell des Alterns zu fördern. Zu diesem Zweck beauftragte die IASS eine Studie bei der Universität La Laguna (ULL), um dieses Modell des Zusammenlebens und dessen Eingliederung auf der Insel angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung zu untersuchen (ab 2018 werden mehr Todesfälle als Geburten auf den Kanarischen Inseln zu verzeichnen sein).
Juana María Reyes, Inseldirektorin des IASS, wies darauf hin, dass die Gestaltung des Wohnungsbaus durch die Inselregierung auf die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen sei und die Förderung der Autonomie und die Verhinderung von Abhängigkeit dabei zu beachten seien. Dieses Modell richte sich an ältere selbstständige Menschen, für die das Wohnen hier eine gute Option sei, weil sie die Nutznießer selbst seien, die das Projekt erdenken und umsetzen würden. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung erfordere personalisierte Antworten, die eine bessere Lebensqualität garantiere und ihren Bedürfnissen entspräche.
Cohousing ist ein von McCammant und Durrett 1988 entwickeltes Modell des gemeinschaftlichen Wohnens (CO-llaborative HOUSING), mit einer Art von Gemeinschaften, die sich selbst fördern und von ihren eigenen Bewohnern verwaltet werden. Diese wurden fast zeitgleich in Dänemark und den Niederlanden in den frühen siebziger Jahren geboren und haben sich in den letzten Jahren auf der ganzen Welt verbreitet.