Lenkungsausschuss 14.10.2021

Der primäre Lava-Strom und seine Abzweigungen, die den Berg von Todoque umgeben, liefern kaum noch Lava an der Oberfläche und haben ihren Vormarsch gestoppt, während der nordwestlich gelegene Lava-Strom flüssiger ist …

Auf der Grundlage der Informationen, die sich aus den Rückverfolgbarkeits- und Gefahrenkarten der Lava-Ströme ergeben, ordnete die PEVOLCA-Direktion am Mittwochabend und am Donnerstagmorgen neue präventive Evakuierungen in La Laguna, in Los Llanos de Aridane und an der Grenze zu Tazacorte an, die vollständig vollzogen wurden.

Unter Berücksichtigung dieser jüngsten Evakuierungen, von denen etwa 400 Personen betroffen waren, beläuft sich die Gesamtzahl der evakuierten Personen auf etwa 6.400. Zurzeit sind 287 Personen im Hotel in Fuencaliente untergebracht, der Rest in anderen Unterkünften oder bei Familien und Freunden.

Was die Lavaströme betrifft, so führte der technische Direktor des PEVOLCA, Miguel Ángel Morcuende, bei der heutigen Sitzung des Lenkungsausschusses aus, dass es einen ursprünglichen Lavastrom mit einer geringen Menge an Lava gibt, der drei Arme hat: zwei befinden sich südlich des Todoque-Gebirges, von denen einer in ein Lava-Delta (Fajana) umgewandelt wurde und ein weiterer über El Charcón verläuft, ohne das Meer zu erreichen. Der andere Arm befindet sich oberhalb des Todoque-Gebirges und ist zum Stillstand gekommen.

Der derzeit aktivste befindet sich nördlich des ursprünglichen Lava-Stroms, bewegt sich in nordwestlicher Richtung und hat zwei Ausläufer. Der eine, der eine hohe Intensität und einen weiten Weg hat, hat an Fließfähigkeit verloren und an Viskosität gewonnen, wodurch seine Geschwindigkeit abnimmt. Der andere Ausläufer, der sich im Nordwesten befindet, durchquerte diagonal das Industriegebiet der Callejón de La Gata und erreichte am Mittwochabend den Fußballplatz.

Was die Seismizität betrifft, so wies die Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses und Direktorin des IGN auf den Kanarischen Inseln, María José Blanco, darauf hin, dass sie sich weiterhin in demselben Gebiet wie in den ersten Tagen befindet, in einer Tiefe von 10 bis 15 Kilometern, obwohl auch Erdbeben in einer Tiefe von mehr als 20 Kilometern registriert wurden. In den letzten 24 Stunden ist die Amplitude des Tremorsignals hoch geblieben, mit sich verstärkenden Impulsen. Die höchste beobachtete Magnitude betrug 4,5 mbLg, mit einer maximalen Intensität von IV EMS und in einer Tiefe von 37 Kilometern.

Hinsichtlich der Daten über die Bodenverformung hob María José Blanco hervor, dass eine vertikale Verformung von etwas mehr als fünf Zentimetern festgestellt wurde, die nur eine einzige Station zwischen Jedey und Las Manchas betrifft, und da es sich um eine Sperrzone handelt, hat der Lenkungsausschuss nicht nur den Wissenschaftlern, sondern auch den Sicherheitsdiensten eine Empfehlung ausgesprochen, besonders aufmerksam zu sein und jede Auffälligkeit der PEVOLCA zu melden.

Nach Angaben der Sprecherin des wissenschaftlichen Ausschusses ist die meteorologische Situation mit Wind in der Höhe günstig für den Betrieb des Flughafens und die Luftqualität, aber die Situation wird sich in den nächsten Tagen mit einer östlichen Komponente verschlechtern, die mit dem Eindringen einer warmen und trockenen kontinentalen Luftmasse verbunden ist, die zu einer Abnahme der Grenzschicht an der Oberfläche führen wird, was die Ausbreitung erschwert.

Was die Luftqualität betrifft, so wies Morcuende darauf hin, dass sie im Allgemeinen recht gut ist, wenn man bedenkt, dass es sich um einem sehr aktiven Vulkan handelt. Der technische Direktor von PEVOLCA wies darauf hin, dass in bestimmten Gebieten, wie Los Llanos de Aridane, je nach Wind Partikel in der Schwebe sein können, die das Tragen von Masken durch die Bevölkerung erforderlich machen, und zwar vorzugsweise vom Typ FFP2 für Personen mit gesundheitlichen Problemen, sodass daran erinnert wird, die Empfehlungen der Zivilschutzbehörden zu beachten.

Die von der Lava betroffene Fläche beträgt nun 674 Hektar, 34 Hektar mehr als am Mittwoch, und die maximale Breite des Lavastroms bleibt mit 1.770 Metern gleich.

Was die landwirtschaftlichen Anbauflächen betrifft, so seien bereits 179 Hektar zerstört worden. Davon entfallen 92,97 Hektar auf Bananenplantagen, 50,17 Hektar auf Weinberge und 12,21 Hektar auf Avocadobäume und andere Kulturen.


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