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Lavaströme La Palma

Feuerwehrleute, die vom Notfallkonsortium Gran Canaria nach La Palma geschickt wurden, um bei dem Vulkan-Ausbruch zu helfen, begannen in der vergangenen Nacht einen verzweifelten Einsatz: Sie versuchten, einen gewaltigen Lava-Strom in eine Schlucht zu leiten, um das Dorf Todoque so weit wie möglich zu retten …

Nach Medienberichten wurde mit Baggern versucht, einen breiten Graben auszuheben, in der Hoffnung, dass der Lava-Strom, der vor den Toren des Dorfes stand, den einfachen Weg wählt und die Schlucht hinunterfließt.

Die Strategie war verzweifelt. Außerdem mussten die Flanken des Lava-Stroms gekühlt werden und man versuchte, ihn in eine Rinne in der Nähe der Kirche zu lenken.

Die Bedingungen und die Orographie des Geländes erlauben dies, im Gegensatz zu anderen Orten, aber es war unklar, ob es funktionieren wird.

Todoque hat 1.310 Einwohner. Am Dienstag, als klar war, was auf die Einwohner zukommt, erlaubten die Behörden ihnen, unter Aufsicht der Notfallteams schnell in ihre Häuser zu gehen, um die Sachen zu holen, die sie retten wollten.

Da der Lavastrom langsamer voranschritt, als befürchtet wurde, rief das Cabildo von La Palma heute Morgen dazu auf, sich zu beeilen und eine letzte Chance zu nutzen, um Habseligkeiten und Erinnerungsstücke zu retten, falls möglich.

Doch die Aufgabe, einen Feuerfluss zu kanalisieren, auch wenn er noch so langsam voranschreitet, ist ungewiss: Der Lavastrom ist mehrere Meter hoch und dahinter befindet sich ein Vulkan, der nicht aufhört, Lava zu spucken. Und die Lava schiebt sich den Hang hinunter.

Ein einfaches Herunterkühlen in der flachsten Kruste, wie es die Feuerwehrleute versuchent, schien unmöglich. Immerhin handelt es sich um geschmolzenes Gestein mit über 1.000 Grad.

„Am Ende erreichte es das Dorf. Er geht langsam, aber … er hört nicht auf“, sagt ein Feuerwehrmann, als er seinen Kollegen am Abend in einem aufgenommenen Video die Situation erklärte.

Der Inselpräsident Mariano Hernández Zapata erklärte inzwischen, dass der Lava-Strom, der heute Morgen in das Dorf Todoque in der Gemeinde Los Llanos de Aridane eingedrungen ist, nicht aufgehalten werden könne. Er schreite langsam, aber unaufhaltsam voran. Es gäbe keine Möglichkeit, ihn aufzuhalten. Es sei eine Situation, in der man wenig oder gar nichts tun könne.


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