2017 11 02 MufflonFoto © Policía Canaria


Agenten der Umweltgruppe der kanarischen Polizei (GRUMA) beschlagnahmten vor einigen Tagen vier Mufflons in Viehhaltungsbetrieben auf Teneriffa. Es handelt sich um eine invasive gebietsfremde Spezies, die schwere Schäden an Flora und Vegetation verursacht und deshalb in den spanischen Invasiv-Katalog aufgenommen wurde.
Nachdem die Polizisten von der Existenz der Tiere informiert worden waren, nahmen sie eine Inspektion vor und beschlagnahmten die Tiere in Viehzuchtbetrieben der Gemeinden Tacoronte, El Rosario und Guía de Isora.
Mufflons wurden 1971 auf Teneriffa für die Großwildjagd eingeführt. Seitdem haben sie sich im Teide-Nationalpark und den umliegenden Naturschutzgebieten verbreitet. Einige dieser Exemplare, die sich auf Teneriffa in Gefangenschaft befanden, wurden illegal auf andere Inseln gebracht und dort freigelassen.
Die Polizei erinnert an das generelle Verbot des Besitzes, des Transports und des Handels mit lebenden Tieren, die im spanischen Invasiv-Katalog enthalten sind. Sie werden als schweres Delikt eingestuft, das mit Geldstrafen zwischen 3.001 und 200.000 Euro geahndet wird.
Gleichzeitig behält diese Art weiterhin ihren Jagdstatus und ihre Fänge werden durch jährliche Jagdbeschlüsse geregelt. Mufflons, die von speziell für die Großwildjagd zugelassenen Personen getötet werden, müssen ordnungsgemäß mit einer Ohrmarke gekennzeichnet sein.