kanarischer Sicherheitsrat

Der Sicherheitsrat der Kanarischen Inseln, der heute Morgen am Sitz des Präsidiums in Santa Cruz de Tenerife tagte, hat beschlossen, die Kontrollen, die Überwachung und die Sanktionen bei Verstößen gegen die Anti-COVID-19-Vorschriften zu intensivieren, da die Zahl der Fälle auf den Kanarischen Inseln, insbesondere auf Teneriffa, in den letzten Wochen stark angestiegen ist …

Unter dem Vorsitz von Ángel Victor Torres versammelten sich Vertreter der verschiedenen Behörden und Sicherheitskräfte, der Regierungsdelegation auf den Kanarischen Inseln, der Fecai, der Fecam, der Ministerien der regionalen Exekutive und die Bürgermeister der beiden bevölkerungsreichsten Städte Teneriffas.

Alle Teilnehmer waren sich laut eines Berichts der kanarischen Regierung einig, dass die Gesellschaft sich bewusst sein müsse, insbesondere die unter 40-Jährigen, dass der Kampf gegen das Virus noch nicht gewonnen ist. Diese Wochen seien der Schlüssel dafür, um die Gesundheitssituation und die Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung nicht zu verschlimmern, bis 70 Prozent der Impfung der Bevölkerung auf den Inseln erreicht sind.

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, zeigte sich überzeugt, dass der Archipel in der Lage sei, die Gruppenimmunität Ende Juli oder in der ersten Augustwoche zu erreichen.

Allerdings sei die aktuelle Situation durch die Entwicklung der Infektionen bei Personen unter 40 Jahren besorgniserregend, auf den Inseln, in Spanien und in anderen Ländern, wie Portugal. Durch diese verbreite sich das Virus auch in anderen Altersgruppen aus.

Torres warnte, dass sich zwischen dem 1. April und dem 29. Juni die Krankenhauseinweisungen unter jungen Menschen verdoppelt hätten, dass fünf in Intensivstationen aufgenommen werden mussten und dass drei gestorben seien.

Torres wies darauf hin, dass sich die kumulierten Vorfälle auf den Kanarischen Inseln deutlich verschlimmert hätten, zumal sich die Situation in den letzten Tagen in ganz Spanien „meteorologisch“ verschlechtert habe.

Tatsächlich übertreffe der Landesdurchschnitt noch die Kanaren und liege bei 82 Fällen nach sieben Tagen (72,06 auf den Inseln) und 134 nach 14 Tagen (129 auf den Inseln).

Seiner Meinung nach zeige dies den Ernst der Lage. Dass sich bei den Jüngeren, die noch nicht geimpft sind, das Gefühl verbreitet habe, sie seien immun, sei völlig falsch.

Man verteufle nicht die jungen Menschen, denn die meisten von ihnen seien verantwortungsbewusst, sondern reflektieren objektive Daten über die Altersgruppe, in der die meisten Infektionen auftreten.

Diese Verschärfung der Kontrollen führe zu einer stärkeren Überwachung von allem, was illegal sei und verfolgt werden müsse, wie zum Beispiel „Botellones“.

Torres forderte die lokalen Behörden auf, dies zu beseitigen und entsprechende Strafen zu verhängen. Das Gleiche gelte für heimliche Partys oder die Nichteinhaltung von Beschränkungen in Einkaufszentren, Verkehrsmitteln, geschlossenen Räumen und Verkaufsstellen.

Aus diesem Grund würden an diesem Wochenende die Nationalpolizei, die Guardia Civil, die kanarische Polizei und die lokalen Polizisten ihre Kontrollen verdoppeln, um die Regeln durchzusetzen, obwohl dies auch von der individuellen Verantwortung abhänge. Es sollte jedoch klar sein, dass die Bußgelder kommen werden und dass diejenigen, die unverantwortlich handeln, angeklagt würden, denn es werde viel aufs Spiel gesetzt.

„Wir haben Zeit, den Trend zu korrigieren, aber wir müssen die Einschränkungen einhalten“, betonte Torres.

Obwohl Inseln wie Lanzarote gestern aufgrund ihrer guten Entwicklung auf Stufe 1 zurückgestuft wurden, warnt Torres, dass die Verschlechterung in der Region und insbesondere auf Teneriffa weit verbreitet und bekannt sei.

Aus diesem Grund richtete er seine Botschaft an die Jüngsten und ihre Eltern, damit durch individuelle und kollektive Verantwortung die Regeln eingehalten würden und die aktuelle Kurve gebogen werden könne, besonders wenn man bedenke, dass ein neues Wochenende anstehe und ein Monat mit Feiertagen beginne, in dem Familientreffen und Freizeit zunähmen.

Es sei an der Zeit, den Trend zu korrigieren, und es müssten alle Anstrengungen unternommen werden. Dabei müssten die von der Regierung genehmigten Maßnahmen, Abstände und Beschränkungen respektiert werden, denn sie hätten sich bewährt, da Inseln der Stufe 3 oder 4 dann auf 2 oder 1 zurückgegangen seien.

„Es gibt nichts zu feiern“, erklärt der Kanarenpräsident. „Wir haben Monate in einer Art hartem Rennen verbracht, aber wenn es nur noch wenige Meter bis zur Ziellinie sind, können wir fallen und nicht mehr aufstehen. Dann war die ganze vorherige Anstrengung auf den Inseln umsonst.“


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