Telearbeit auf den Kanaren

In nur sechs Monaten konnten die Kanarischen Inseln als eines der führenden Reiseziele für „Remote Worker“ oder europäische „Telearbeiter“ konsolidiert werden …

Dank einer wirkungsvollen Werbestrategie ist es dem kanarischen Tourismus gelungen, die Ankunft von Fernarbeitern auf dem Archipel um zehn Prozent pro Monat zu steigern. Das „Büro mit dem besten Klima der Welt“ wurde ein halbes Jahr über das öffentliche Unternehmen Promotur Turismo de Islas Canarias so beworben.

„Wir haben das Interesse zahlreicher Medien geweckt, sowohl national als auch international, und wir haben an Sichtbarkeit gewonnen, indem wir das Gespräch und die Debatte in spezialisierten Kanälen angeführt haben. Wir können uns rühmen, dass jetzt, wenn man in Europa über Remote-Telearbeit spricht, man über die Kanarischen Inseln spricht“, erklärt die kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel, Yaiza Castilla.

Zu den Meilensteinen, die dank dieser Werbemaßnahmen erreicht wurden, gehört, dass sowohl Santa Cruz de Tenerife als auch Las Palmas de Gran Canaria es geschafft haben, zugleich in den Top 10 der Nomad List zu erscheinen, dem weltweiten Referenzraum für Fernarbeiter.

Castilla hebt die hohe Beteiligung des privaten Sektors an der Strategie des kanarischen Tourismus hervor, wenn er auf dieses Segment setzt. So gäbe es Erfolgsgeschichten von Hotel- und Apartmentkomplexen, die eine 100-prozentige Auslastung bei voller touristischer Null erreicht hätten, komplett mit Fernarbeitern, durch eine Neuformulierung eines Teils des Unterkunftssektors und die Entwicklung von Räumen des Coworking und Coliving.

„Die Anwerbung von Fernarbeitern bereichert die Struktur des kanarischen Tourismusmodells und ist eine Gelegenheit, das Reiseziel zu verjüngen und die Marke aufzufrischen, zusätzlich zur Anwerbung hoch qualifizierter Fachkräfte. Die Telearbeiter genießen einen längeren Aufenthalt und tätigen größere Ausgaben am Zielort, was sich direkt auf die gesamte kanarische Wirtschaft auswirkt“, erklärt Yaiza Castilla.

Quellen des Sektors schätzen ein, dass zumindest in den letzten Monaten bis zu 8.000 Reisende aus Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und zunehmend auch aus den Vereinigten Staaten den Archipel zum Arbeiten gewählt haben.

„Konkret gab es an einem einzigen Tag Mitte April mehr als 4.000 offiziell registrierte Telearbeiter von den Kanarischen Inseln aus, sodass die Zahl der Remote Worker, die von den Inseln aus Projekte entwickeln, noch viel höher geschätzt wird“, ergänzt der Geschäftsführer von Promotur Turismo de Islas Canarias, José Juan Lorenzo.


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