Polizeieinsatz bei einer Hausdurchsuchung

 

In einer gemeinsamen Operation der Policía Nacional, der Guardia Civil und des spanischen Finanzamtes wurde eine kriminelle Organisation zerschlagen und dabei die größte Kokain-Beschlagnahmung der letzten Jahre auf der Insel Lanzarote durchgeführt …

Laut einer Pressemitteilung der Policía Nacional vom 26. Dezember 2020 hätten die Ermittlungen zur Verhaftung von sechs Personen (vier Spanier, ein Portugiese und ein Kolumbianer) und zur Beschlagnahmung von 268 Kilo Kokain geführt. Dabei wurde die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA hervorgehoben.

Die Operation habe Anfang Juni begonnen, nachdem entdeckt worden sei, dass eine kriminelle Organisation mit Sitz auf den Kanarischen Inseln plane, eine beträchtliche Menge Kokain von Südamerika mit Hilfe von Ausflugsbooten auf die Insel Lanzarote zu bringen. Diese ersten Berichte seien von der DEA bestätigt worden.

Während der sechsmonatigen Untersuchung sei die Pyramidenstruktur der Organisation identifiziert worden, in der jedes Mitglied eine perfekt zugewiesene Rolle gehabt habe. So habe die Existenz von Netzwerkverbindungen zu südamerikanischen Kartellen nachgewiesen werden können, die sie regelmäßig mit Drogen versorgt hätten.

Die Organisation habe über Vergnügungsboote auf Teneriffa und Lanzarote verfügt. Die Zugangsroute der illegalen Ware habe darin bestanden, dass die Kokain-Sendung von Südamerika über ein Mutterschiff zu einem strategischen Punkt geschickt worden sei, der einige Meilen vom kanarischen Archipel entfernt gelegen habe.

Von diesem Punkt habe das kriminelle Netzwerk die Ware mit einem Boot eingesammelt, das zuvor von Teneriffa gekommen sei. Dann, nach dem Passieren der Inseln La Graciosa und La Alegranza, hätten sie mit mehreren Zodiac-artigen Booten mit leistungsstarken Motoren verschiedene Umladungen der Drogen vorgenommen. Damit hätten die Sicherheitskräfte bei einer möglichen Untersuchung in die Irre geführt werden sollen. Endgültiger Bestimmungsort sei die Insel Lanzarote gewesen.

Nachdem die Drogen an die Küste gebracht worden seien, habe die Organisation sie in luxuriösen abgelegenen Häusern versteckt.

So habe die Organisation auch eine Luxusvilla in der Gemeinde Tías gemietet. Eines Morgens sei bei der Überwachung dieser Villa die Ausfahrt eines Fahrzeugs entdeckt worden, das von einem der Mitglieder der Organisation gefahren wurde. Bei der Kontrolle seien 95 Kilogramm Kokain beschlagnahmt und der Fahrer verhaftet worden.

Nach dieser ersten Beschlagnahmung sei die Operation mit fünf weiteren Verhaftungen und vier Hausdurchsuchungen (zwei auf der Insel Lanzarote und zwei auf der Insel Teneriffa) abgeschlossen worden. Bei diesen Durchsuchungen seien weitere 146 Kilogramm Kokain, neun Kilogramm Haschisch sowie zahlreiche Computer und Telekommunikationsgeräte, darunter ein GPS-Ortungsgerät und verschiedene Telefone, sichergestellt worden.

Als bekannt wurde, dass bei einer der Umladungen auf See in der Nähe der Insel Lanzarote möglicherweise eine betäubende Substanz abgeworfen worden war, sei eine Suche eingeleitet worden, bei der ein wasserdichter treibender Rucksack mit insgesamt 27 Kilogramm Kokain gefunden worden sei.

Insgesamt seien bei der Aktion 268 Kilogramm Kokain beschlagnahmt worden. Darüber hinaus seien sechs Personen wegen des Verdachts auf Drogenhandel oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation oder Gruppe festgenommen worden.

Mit dieser Operation sei eine kriminelle Organisation zerschlagen worden, die seit mehreren Jahren ununterbrochen auf den Kanarischen Inseln tätig gewesen sei.


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