Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres

 

In einer außerordentlichen Sitzung beschäftigte sich am heutigen Freitag der kanarische Regierungsrat vor allem mit der epidemiologischen Situation auf der Insel Teneriffa …

Danach rief der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, zu einer maximalen Verantwortung der Bürger des Archipels auf, um die COVID-19-Infektionen während der bevorstehenden Weihnachtsferien und an dem langen Wochenende, das heute beginnt, einzudämmen.

Angesichts der der Situation im August auf den Inseln Gran Canaria und Lanzarote und der schwerwiegenden epidemiologischen Entwicklungen auf Teneriffa in den letzten Tagen betonte Torres, dass die öffentlichen Verwaltungen nicht hinter jedem Canario einen Polizisten stellen könne. Er forderte aus diesem Grund ein absolutes Bewusstsein zugunsten der Gesundheit aller Menschen und der Wirtschaft im Allgemeinen auf den Inseln.

Torres erinnerte an die Monate, in denen es in Spanien und auf dem Archipel ein totales Ausgangsverbot gegeben hatte, mit dem daraus resultierenden Gesamtschaden für die kanarische Wirtschaft, unter anderem wegen des Null-Tourismus. Aus diesem Grund forderte er, dass dieses Opfer nicht umsonst gewesen sein dürfe, indem jetzt drei Wochen lang gefeiert werde. Es solle nicht nach Tricks oder Möglichkeiten gesucht werden, um die Regeln zu brechen, um die Kontakte und damit die Ansteckungsgefahr zu erhöhen. Es sei Zeit zum Nachdenken. Man könne noch viele Weihnachten haben, aber man habe nur ein Leben.

Der Präsident wies darauf hin, dass die Kanarischen Inseln das Ampelsystem nach Inseln beibehalten werden und dass es keine Absperrungen von Gemeinden oder Städten geben werde. Er warnte jedoch vor der Entwicklung auf Teneriffa seit Anfang Dezember und richtete einen besonderen Appell an die Bewohner dieser Insel.

Hier werde es ab dem morgigen Samstag für eine Woche eine Ausgangsbeschränkung in den Nächten zwischen 23 und 6 Uhr geben sowie die Beschränkung von Zusammenkünften auf vier Personen. Dies gelte für die nächsten zwei Wochen.

Er informierte auch darüber, dass er einen Brief an alle Bürgermeister, Inselpräsidenten und die Regierungsdelegation geschickt habe, um die Polizeikontrollen während der Weihnachtszeit zu intensivieren. Heute habe er mit dem Inselpräsidenten Teneriffas gesprochen, der ihn bei den für diese Insel beschlossenen Maßnahmen unterstützte.

Torres hält die drei Dekrete für sehr wichtig, die in der nächster Woche vom Präsidenten der Kanarischen Inseln unterzeichnet werden sollen und die die Einreise kanarischer Bürger von der Halbinsel, für Besucher aus anderen Ländern oder für andere spanische Staatsbürger regeln werden.

In allen Fällen würden die PCR- oder Antigentests gültig sein. Dabei betonte er, dass seine Exekutive weiterhin mit dem spanischen Gesundheitsministerium verhandle, um eine Vereinbarung über die Einreise von Ausländern auf die Inseln zu erreichen. Auf jeden Fall sei im ordentlichen Regierungsrat am gestrigen Donnerstag vereinbart worden, diese drei Dekrete zu verkünden. Der Präsident werde in den nächsten Tagen das Dekret unterzeichnen, das die Einreise von Bürgern mit Herkunft aus dem Ausland auf die Kanarischen Inseln regelt, die zumindest einen negativen Antigentest zum COVID-19 vorlegen müssten.

Laut Torres wurden von den 196.000 Touristen, die im November den Archipel betraten, nur zwei positiv auf COVID-19 getestet wurden. Das zeige, dass die Antigentests ein Erfolg seien, eine Maßnahme, die auf den Kanarischen Inseln mit dem ersten autonomen Gesetzesdekret dieser Art in Spanien vor einem Monat und einer Woche genehmigt worden sei.

Bevor er einen Videospot zur Sensibilisierung für den COVID-19 zeigte, der von der kanarischen Regierung für diese Weihnachtskampagne produziert wurde, betonte Torres, dass es genau darum gehe, an die Gefühle zu appellieren und zu zeigen, dass es zwar ein seltenes Weihnachten sein werde, dass aber die strikte Einhaltung der Regeln für die allgemeine Gesundheit und die Wirtschaft der Inseln verantwortlich sei.

Der Präsident bekräftigte, dass er sich der wirtschaftlichen und sozialen Schäden bewusst sei, die beispielsweise durch die Einschränkung von Gruppen, eine Ausgangssperre oder ein Verbot des Barbetriebs in Bars oder Restaurants verursacht werden, forderte jedoch ein neues Opfer im Allgemeininteresse, für die Gesundheit und auch für die Wirtschaft.


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