Radar COVID auf den Kanaren

 

In der zweiten Augusthälfte soll die mobile Anwendung „Radar COVID“ auf dem gesamten Territorium der Kanarischen Inseln bereitgestellt werden, um mögliche Infektionen der Bevölkerung mit Coronaviren aufzuspüren …

Davon informierten die Ministerien für Gesundheit und öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit der kanarischen Regierung zu Wochenbeginn. Dem ging auf La Gomera ein zufriedenstellender Pilottest voraus.

Dieser Test wurde vom 29. Juni bis 31. Juli dieses Jahres durchgeführt, wobei vier Wellen fiktiver Ausbrüche von COVID-19 simuliert wurden.

Laut der Information wurde die App auf La Gomera von rund 3.200 Personen heruntergeladen, womit das zu Beginn gesetzte Ziel von 3.000 Benutzern überschritten wurde. Damit wurde das erste Ziel des Tests, die Aufnahmefähigkeit der Öffentlichkeit für diese Anwendung zu bewerten, weit übertroffen.

Darüber hinaus erkannte die App nach den erzielten Ergebnissen 6,4 enge Kontakte für jeden Positivbefund in COVID-19, was eine genauere Verfolgung der Kontaktkette jeder infizierten Person ermöglicht.

Was schließlich das Engagement der Anwender bei der Kommunikation fiktiver Positivmeldungen betrifft, so gab es 61 Prozent Mitteilungen, von denen 78 Prozent innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt des simulierten Infektionscodes erfolgten.

Diese guten Ergebnisse sollen den nationalen und regionalen Gesundheitsbehörden helfen, die Durchführbarkeit der Einführung dieses technologischen Instruments in jedem ihrer Gebiete zu beurteilen, um die Auswirkungen von Neuinfektionen zu verringern, mögliche Ausbrüche zu bekämpfen und eine mögliche Infektionskette wirksam zu durchbrechen.

In diesem Sinne soll die App auf den Kanarischen Inseln Mitte August einsatzbereit sein, während sie im übrigen Staatsgebiet Spaniens, sofern die anderen regionalen Behörden dies beschließen, Mitte September eingeführt wird.

Pilotprojekt auf La Gomera

Das Verfahren zur Erprobung des Radar COVID auf La Gomera wurde in drei Phasen durchgeführt:

Start: bestehend aus einer Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Verbreitung in den Medien und Inselinstitutionen. Sie wurde auch auf Reedereien und Fluggesellschaften ausgedehnt, die auf der Insel tätig sind, um die Bevölkerung außerhalb La Gomeras zu erreichen. Darüber hinaus wurden die persönlichen und telefonischen Promoter geschult, die für die Erfassung und Unterstützung bei der Installation und Verwaltung der App zuständig sind, für diejenigen, die an der Teilnahme an diesem Projekt interessiert waren.

Monitoring: Dazu gehörte die Simulation von Infektionen und deren Verlaufskontrolle. Der erste Schritt war die Simulation eines ersten Positivbefunds von COVID-19, dem drei weitere Infektionswellen folgten.

Nach der Pilotphase: Die vier Ziele dieses Prozesses wurden gemessen: Annahme (wie viele Personen haben die App heruntergeladen), Wirksamkeit (wie funktionierte sie), Engagement (wie viele Positivmeldungen) und Bindung (wie viele Nutzer haben die App aktiv gehalten).

Privatsphäre garantiert

Die Entwicklung verwendet ein dezentralisiertes Modell, das auf dem Protokoll Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T) basiert, das die Privatsphäre der Nutzer am meisten respektiert. Das bedeutet, dass nur die verschlüsselten Identifikatoren, die jedes Mobiltelefon aussendet, an den Server gesendet werden, nicht aber die von anderen Geräten in der Nähe empfangenen. Von Zeit zu Zeit laden die Mobiltelefone neue bestätigte Infektionskennungen herunter, um sie mit ihren Aufzeichnungen zu vergleichen. Der Datenabgleich und die Risikoanalyse werden damit immer auf dem Mobiltelefon des Benutzers durchgeführt und nicht auf einem Server, wodurch der Datenschutz gewährleistet ist.

Diese Anwendung erfüllt somit alle Garantien, die durch die europäischen Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre der Bürger festgelegt wurden. Sie garantiert auch die Verhältnismäßigkeit und minimiert die Verwendung persönlicher Daten. Die Nutzung der App erfolgt freiwillig und innerhalb der Grenzen des gesundheitlichen Notfalls, unter strikter Einhaltung der diesbezüglichen Empfehlungen der Europäischen Kommission.


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