Tagung Covid-19 Canarias

 

Während zu Beginn der Pandemie 40 Prozent der Fälle über 60 Jahre alt waren (besonders gefährdete Bevölkerung), macht diese Altersgruppe nur noch 10 Prozent der Fälle aus und 65 Prozent der Fälle sind unter 40 Jahre alt …

Dies wurde am heutigen Freitag auf der digitalen Tagung Covid-19 Canarias bekannt gegeben.

Während des Treffens, das über eine Online-Plattform stattfand, wurde über die Entwicklung der vom Covid-19 auf den Kanarischen Inseln ausgelösten Pandemie mit insgesamt 2.574 Fällen informiert. Es wurde auch berichtet, wie sich das Profil der aufgedeckten Fälle verändert habe, und über die Reaktionsfähigkeit in Diagnostik und Pflege in diesen Monaten. Inzwischen würden auf allen Inseln Expertenteams für die Identifizierung und Überwachung von Fällen und Kontakten sowie Diagnosegeräte für die Durchführung der PCR zur Verfügung stehen.

Eva Elisa Álvarez León, Spezialistin für Präventivmedizin und öffentliche Gesundheit, erklärte, dass von den 2.574 Fällen 62 Prozent zu Hause isoliert werden konnten, 26 Prozent stationär behandelt werden mussten und fünf Prozent auf den Intensivstationen von Krankenhäusern behandelt wurden. Die Zahl der Todesfälle sei seit mehr als einem Monat unverändert bei 162 geblieben.

Zur Entwicklung des Profils der positiven Fälle erklärte Amós García Rojas, Leiter der Abteilung Epidemiologie und Prävention, dass seit Beginn der Pandemie eine bemerkenswerte Veränderung eingetreten sei, da das häufigste Fallprofil eine Person über 60 Jahre mit Vorerkrankungen und einem höheren Risiko einer ernsthafteren Entwicklung der Krankheit und einer größeren Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten gewesen sei. Demgegenüber trete die Ansteckung derzeit vor allem unter der jungen Bevölkerung mit asymptomatischen oder leichten Erkrankungen auf. Bei diesem geringeren Schweregrad könne es passieren, dass in vielen Fällen die Gesundheitsempfehlungen von körperlicher Distanzierung, Händewaschen und Verwendung einer Maske nicht eingehalten werden.

Die diagnostische Kapazität habe sich von der ersten Phase, in der schwerwiegende Fälle als Priorität erkannt wurden, seit Juni zur Erkennung asymptomatischer Fälle durch berufliches oder vorbeugendes Screening entwickelt.

In den letzten zwei Wochen seien jedoch bereits symptomatische Fälle mit einem Mangel an Risikowahrnehmung in der jungen Bevölkerung aufgetaucht, die jedoch zu einer Übertragungsquelle auf die ältere und anfälligere Bevölkerung werden könne.

14 aktive Ausbrüche

Eva Elisa Álvarez berichtete, dass es in den letzten Wochen zu einer progressiven Zunahme von Fällen mit Symptomen gekommen sei, was zu Studien über enge Kontakte und Quarantäne geführt habe. Bis heute gäbe es 14 aktive und offene Ausbrüche, von denen 144 Personen betroffen seien.

Davon beträfen fünf Ausbrüche, an denen 100 Personen beteiligt seien, Migranten in irregulärer Situation, die in Patera an den Küsten der Kanarischen Inseln angekommen und isoliert seien.

Bei sechs Ausbrüchen sei bekannt oder werde vermutet, dass sie importierten Ursprungs sind (inländischer oder ausländischer Herkunft), und bei zwei dieser Ausbrüche werde der Ursprung derzeit untersucht.

Jede Gruppe von drei oder mehr Fällen mit aktiver Infektion, in denen ein epidemiologischer Zusammenhang hergestellt wurde, gelte als Ausbruch. Die durchschnittliche Anzahl der identifizierten Kontakte pro Fall betrage acht.


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