Yaiza Castilla Kanarische Inseln

 

Aufgrund der Unsicherheiten bei der Nachfrage nach touristischen Leistungen sucht das kanarische Tourismusministerium nach neuen Segmenten …

Dabei liege der Schwerpunkt auf solchen mit längerer Aufenthaltsdauer, die nicht so sehr auf Flugverbindungen angewiesen seien, so die Tourismusministerin Yaiza Castilla am heutigen Dienstag im kanarischen Parlament.

Dabei wies sie auf einen Markt der Rentner hin, das „silberne Segment“, der mindestens drei Generationen umfasse, von 55 bis 80 Jahre. Aber auch die digitalen Nomaden oder Telearbeiter gehörten dazu.

Die Marketingstrategie der kanarischen Marke sei seit Jahren auf eine Kommunikation ausgerichtet, die auf einer Segmentierung durch touristische Motivation beruhe. Bis jetzt habe man Segmente gefördert, die mit Natur, Sonne und Strand, Aktivtourismus, Hochzeiten und MICE zu tun haben, aber das Coronavirus habe tief greifende Veränderungen in der Nachfrage nach Reisen und vor allem einen Rückzug verursacht, von dem niemand wisse, wie lange er anhalten werde, erklärte sie.

Bei ihrer Präsentation verwies Castilla darauf, das vor der Pandemie und nach Daten aus dem Jahr 2018 bereits 5,2 Prozent der europäischen Arbeitnehmer im Bereich der Telearbeit tätig gewesen seien, was sich im Rahmen der Pandemie noch verstärkt habe. Immer mehr internationale Märkte nutzten die Telearbeit. Auch Twitter habe kürzlich angekündigt, dass es seine Mitarbeiter nicht mehr im Büro sehen möchte.

In diesem Zusammenhang wies die Regionalministerin für Tourismus darauf hin, dass die Kanarischen Inseln über mehr als ausreichende Bedingungen verfügten, um diese Kundschaft anzuziehen, wobei zwei entscheidende Faktoren bei der Wahl des Zielortes für Telearbeit eine Rolle spielten: eine gute Internetverbindung und die Lebensqualität.

Die digitalen Nomaden seien zu 62 Prozent in einem Alter zwischen 26 und 36 Jahren und hätten keine familiären Verpflichtungen. Ihr monatliches Einkommen liege bei 1.000 bis 5.000 Euro.

Es werde dank der Stärken des Reiseziels nicht schwer sein, sich in diesem Segment einen Platz zu erkämpfen, meinte Yaiza Castilla. Als Vorteile der Kanarischen Inseln führte sie die Lebensqualität, ein gutes Klima, das das ganze Jahr über auf den Inseln herrsche, und eine abwechslungsreiche Natur an. Darüber hinaus wies sie auf die niedrigeren durchschnittlichen Lebenshaltungskosten im Vergleich zu anderen europäischen Städten, den europäischen Charakter der Inseln, den Vorteil ihrer internationalen Flughäfen und die guten Internetverbindungen hin. Die Kanarischen Inseln seien immerhin auf 63 Prozent ihres Territoriums mit Breitbandanschlüssen ausgestattet. Damit verfügten die Kanarischen Inseln über den perfekten Cocktail, um Telearbeiter aus ganz Europa anzuziehen.

Promotur Turismo habe bereits mit einigen Arbeiten begonnen, um im September mit der Kommunikation mit diesem Endpublikum beginnen zu können. Als erste Zielmärkte seien Holland, Finnland, Luxemburg, Österreich, Dänemark, Frankreich, Irland und Belgien ausgewählt worden.


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