Immunisierung gegen das Coronavirus

 

Die ersten Ergebnisse der ENECovid19-Studie zeigen, dass auf den Kanarischen Inseln nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen den Coronavirus Covid-19 entwickelt haben …

Während der Durchschnitt für ganz Spanien bei fünf Prozent liegt, sind nur 1,4 Prozent der Bevölkerung in der Provinz Las Palmas und 2,1 Prozent in Santa Cruz de Tenerife seit der Pandemie mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen. Das sagen die vorläufigen Daten der Seroprävalenzstudie aus, die vom Gesundheitsministerium und dem Gesundheitsinstitut Carlos III durchgeführt wurde.

Die Studie zeigt auch starke geografische Unterschieden zwischen den Gebieten in Spanien: so sind es 14,2 Prozent in Soria, 13,5 Prozent in Cuenca, 12,6 Prozent in Ávila, 11,6 Prozent in Albacete und 11,3 Prozent in Madrid.

Dagegen gibt es mehrere Provinzen unter zwei Prozent, so Las Palmas (1,4 Prozent), Murcia (1,4 Prozent), Huelva (1,5 Prozent), Tarragona (1,6 Prozent), Cádiz (1,7 Prozent), Almeria (1,8 Prozent), La Coruña (1,8 Prozent) und Asturien (1,8 Prozent) sowie Ceuta (1,1 Prozent) und Melilla (1,9 Prozent).

Auf den Kanarischen Inseln wurden innerhalb des ersten Teils der Studie 2.324 Antikörper-Schnelltests durchgeführt, von denen 1,8 Prozent positiv waren. Bei den Männern wurden in 2 Prozent der Proben und bei den Frauen in 1,5 Prozent Coronavirus-Imunisierungen gefunden.

Dies sind die ersten Ergebnisse der Studie, die am 27. April in mehr als 36.000 Haushalten begann, um den Grad der Immunität in Spanien gegen das Virus zu messen. Sie wurden am gestrigen Mittwoch auf einer Pressekonferenz von den Ministern für Gesundheit, Salvador Illa, und Wissenschaft, Pedro Duque, sowie den Direktoren der Studie vorgestellt.

Die Gesundheitsbehörden geben an, dass die Daten von den Inseln durch weitere 3.234 Proben ergänzt werden, die im Rahmen einer spezifischen Studie auf den Inseln Fuerteventura, Lanzarote, La Gomera, El Hierro und La Palma (im Falle der Kanarischen Inseln) sowie Menorca, Fomentera und Ibiza (auf den Balearen) entnommen wurden. Diese Daten seien aber in der bisherigen Statistik nicht berücksichtigt worden.

Die Studie zeige, dass fünf Prozent der spanischen Bevölkerung auf nationaler Ebene mit dem Virus in Kontakt gekommen sei, das seien etwas mehr als zwei Millionen Menschen, erklärte Illa. Damit gäbe es in Spanien keine Gruppenimmunität, wofür etwa 60 Prozent der Bevölkerung über Antikörper verfügen müssten.

Die Direktorin des Nationalen Zentrums für Epidemiologie, Marina Pollán, unterstrich dazu, dass die festgestellte Prävalenz weit von einer Gruppenimmunität entfernt sei. Es könne zu einem Anstieg der Infektion kommen, wenn sich der Kontakt mit Menschen, die das Virus in sich tragen, vervielfache. Man wisse nicht, was passieren werde.


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