hr-Sinfonieorchesters Frankfurt

Das 36. Kanarische Musikfestival FIMC erreicht seine Halbzeit mit den mit Spannung erwarteten Konzerten des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt in Santa Cruz de Tenerife und in Las Palmas de Gran Canaria …

In den Auditorien der beiden Inselhauptstädte wird das Orchester unter Leitung des in Wien lebenden Kolumbianers Andrés Orozco-Estrada spielen, begleitet von dem jungen japanischen Geiger Fumiaki Miura, der als Weltentdeckung gilt.

Aufgeführt wird ein rein russisches Programm mit: Mussorgskys „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“, Tschaikowskys Violinkonzert und Schostakowitschs Sinfonie Nr. 5.

Das erste Stück ist eine symphonische Dichtung des russischen Komponisten Modest Mussorgsky, die ursprünglich von einer Geschichte Nikolai Gogols inspiriert wurde, in der ein Bauer in der Johannisnacht auf dem kahlen Berge in der Nähe der Stadt Kiew Zeuge eines Hexenzirkels wird. Das Werk ist sehr originell, hat eine verschlungene Kompositionsgeschichte und ist in vielen verschiedenen Versionen bekannt. Sie wurde in Walt Disneys Film "Fantasy" (1940) als Darstellung des Bösen verwendet.

Das zweite Stück ist das „Konzert für Violine und Orchester in D-Dur, op. 35“, das Tschaikowsky während eines Aufenthalts in der Schweiz im Frühjahr 1878 komponierte, und zwar mithilfe eines Landsmannes, des Geigers Joseph Kotek. Der Komponist wollte, dass die Uraufführung von einem renommierten Geiger gespielt wird, aber alle lehnten es ab, auch Kotek, und es war Adolph Brodski, der versprach, es als Solist aufzuführen, obwohl er Tschaikowsky wissen ließ, dass es ihm nicht gefiel.

Schostakowitschs „Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47“ wurde zwischen April und Juli 1937 komponiert, eine Reaktion des Musikers gegen die Kritik, zur Feier des zwanzigsten Jahrestages der Oktoberrevolution. Es wurde am 21. November 1937 in Leningrad uraufgeführt, wobei das Leningrader Philharmonieorchester unter der Leitung von Jewgenij Mrawinski großen Erfolg hatte. Nach Ansicht des Cellisten Rostropowitsch verhinderte der große Beifall, der die Premiere begrüßte, das Verschwinden von Schostakowitsch. Im Januar 1938 wurde das Werk in Moskau und dann in New York und Paris präsentiert, immer mit einem außergewöhnlichen Erfolg.

Das Konzert findet am morgigen Donnerstag, den 23. Januar, im Auditorium von Teneriffa und Freitag, den 24. Januar, im Auditorium Alfredo Kraus auf Gran Canaria statt. Beide Aufführungen beginnen um 20 Uhr. Zuvor wird um 19 Uhr in einem angegliederten Raum ein Einführungsvortrag des Musikwissenschaftlers Ricardo Ducatenzeiler gehalten. Tickets sind noch erhältlich.


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