Die Gewerkschaften UGT und CCOO haben heute angeprangert, dass mindestens 40.000 Menschen auf den Kanarischen Inseln eine durchschnittliche steuerfreie Rente von 350 Euro erhielten. Sie bedauerten, dass 50 Prozent der spanischen Rentner keinen Mindestlohn erhielten und dass deshalb 30 Prozent der Rentner an der Armutsgrenze leben würden, während vier von zehn ihre Kinder und andere Familienangehörige unterstützen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben. Um eine Verbesserung der Lage dieser Gruppe zu fordern, beginnen UGT und CCOO am Mittwoch mit einer Mobilisierung auf den Kanarischen Inseln, die am 9. Oktober in Madrid zu einer Demonstration in Puerta del Sol führen soll.
Nach Ansicht der Gewerkschaften brach die Regierung unter Führung von Mariano Rajoy im Jahr 2013 mit der verabschiedeten Rentenreform den Rahmen der seit 1995 nach dem Pakt von Toledo getroffenen Vereinbarungen und gefährde ernsthaft die Existenz von Renten mit einem ausreichenden Niveau.