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 Termiten in der Natur

Die seit Juni 2017 in Tacoronte bestehende Termitenplage hat sich auf weitere Gemeinden ausgedehnt. Einwohner haben bereits bis zu 80 Prozent ihrer Möbel verbrannt. Sowohl Häuser als auch Weinberge sind betroffen …

Laut einer Meldung des kanarischen Fernsehsenders RTVC hat selbst die Gemeindeverwaltung an ihrem Gebäude eine Termitenfalle angebracht. Mehr als 100 Wohnungen wurden bereits gegen Termiten behandelt. Von Tacoronte, von wo die Plage offensichtlich ausging, hat sie sich nach Valle de Guerra (Gemeinde La Laguna) ausgedehnt. Nach Medienberichten gibt es auch einen Fall in Los Cristianos (Gemeinde Arona), wohin die Schädlinge wahrscheinlich mit einem Pflanzentransport gelangt sind.

Bei den Termiten handelt es sich um Staaten bildende Insekten, die in warmen Regionen der Erde vorkommen. Sie werden der Entwicklungslinie der Schaben zugeordnet und nicht den Ameisen, die ihre größten Gegner sind. Die auf Teneriffa festgestellte Art Reticulitermes flavipes, eine von mehr als 2.900 bekannten, ist in den USA beheimatet und wurde offenbar vor fast zwei Jahren nach Teneriffa eingeschleppt. Neben Möbeln und Holzkonstruktionen in den Häusern befällt der invasive Schädling auch Straßenschilder, Bäume und Weinstöcke. Von Fachleuten wird er als Gefahr für die Lorbeerwälder der Insel angesehen, da das Insekt besonders das Holz und die Feuchtigkeit bevorzugt.

Die Termiten dieser Art leben unterirdisch und vermehren sich rasant. Sie greifen die Holzkonstruktionen von unten an oder von innen her und kommen sowohl durch Kabelschächte als auch durch das Wasser. In den USA gelten sie als die Holzzerstörer mit den größten wirtschaftlichen Auswirkungen. Für ihre Bekämpfung sollen dort jährlich mehr als zwei Milliarden Dollar ausgegeben werden, ohne das damit eine Eindämmung erreicht werden kann.

Der Wissenschaftler David Hernándes veröffentlichte zu der Termitenplage in Tacoronte im Dezember 2018 einen Artikel in der internationalen Fachzeitschrift Journal of Applied Entomology. Obwohl die kanarische Umweltbehörde und die zuständigen Verwaltungen die Gefahr des Zustandes erkannt haben, konnten die bisher ergriffenen Maßnahmen die Termitenplage offensichtlich nicht einschränken.

 

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