Präsentation

Kanarische Inseln • Wissenschaftler der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) präsentierten am heutigen Mittwoch die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zum Thema „Wirtschaftliche Auswirkungen eines schwimmenden Offshore-Windparks mit 200 MW auf Gran Canaria“ …

Neben dem Rektor der Universität, Rafael Robaina, nahmen auch der Minister für Wirtschaft, Industrie, Handel und Wissen der Regierung der Kanarischen Inseln, Pedro Ortega, und die Forscherin und Koordinatorin des Projekts, Julieta Schallenberg, an dieser Veranstaltung teil.

In einem Bericht zu dieser Präsentation auf der Website der Universität (https://www.ulpgc.es/noticia/presentacion-publica-resultados-del-proyecto-efectos-economicos-parque-eolico-marino) wird davon ausgegangen, dass die Kanarischen Inseln derzeit 98 Prozent ihres Energiebedarfs mit Öl decken, das mit Schiffen aus dem Ausland kommt. Die Regierung der Kanarischen Inseln schlage in ihrer Energiestrategie für 2025 das Ziel vor, dass 45 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen soll, darunter 310 MW Offshore-Windenergie (Windenergie auf dem Meer) sowie 1025 MW Onshore-Windenergie (Windenergie auf den Inseln) und 300 MW Fotovoltaik-Sonnenenergie.
Aufgrund eines geschützten Territoriums von 40 Prozent und eines enormen touristischen Drucks sei ein Teil der Bevölkerung empfindlicher für neue Onshore-Windparks geworden. Andererseits sei das Offshore-Windpotenzial auf den Kanarischen Inseln enorm, mit einem wichtigen Potenzial für Offshore-Windenergieanlagen, die am Meeresboden befestigt sind, aber noch mehr für schwimmende Offshore-Windenergieanlagen. All dies habe die Regierung der Kanarischen Inseln dazu veranlasst, aufgrund der Wind- und Umweltbedingungen eine erste Zone für die Entwicklung von Offshore-Windanlagen im Südosten Gran Canarias vorzuschlagen.
Das Forschungsprojekt habe die wirtschaftlichen Auswirkungen in den drei typischen Phasen eines Projekts analysiert und die Ergebnisse seien sehr ermutigend, sowohl für die Kanarischen Inseln als auch auf nationaler Ebene. Die Schätzungen, die auf Untersuchungen und Interviews mit öffentlichen und privaten Unternehmen beruhten, würden auch durch die Erfahrung des bisher einzigen schwimmenden Windparks bestätigt, des Hywind Scotland, der im Oktober 2017 in Betrieb genommen wurde und in dem die meisten der verschiedenen Teile des Windparks von spanischen Unternehmen hergestellt wurden, obwohl er in Großbritannien installiert wurde.


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Bei der Präsentation der Ergebnisse wurden die hohen regionalen Kapazitäten zur Aufnahme dieses schwimmenden Offshore-Windparks hervorgehoben, der als einziger in der Welt schwimmend 200 MW erzeugen könnte. Das Bestreben, die Kanarischen Inseln zu einem Maßstab für schwimmende Offshore-Windanlagen zu machen, sei kein Traum mehr, sondern beginne, eine greifbare Realität zu werden, meinte Pedro Ortega. Das neue Wirtschafts- und Steuerregime (REF), das am 7. November in Kraft getreten ist, setze sich besonders für die Umsetzung und Entwicklung erneuerbarer Energien auf den Kanarischen Inseln ein, und die Energiestrategie für die Kanarischen Inseln gehe davon aus, dass im Jahr 2025 etwa 45 Prozent des Energieverbrauchs auf den Kanarischen Inseln aus erneuerbaren Energien stammen werde.

Der Rektor der ULPGC, Rafael Robaina, betonte, dass die derzeitige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auf den Kanarischen Inseln enorm sei, sodass es diese Generation sei, die nach Lösungen suchen müsse. In diesem Sinne arbeite die ULPGC mit Institutionen, Unternehmen und Organisationen zusammen, um Lösungen für dieses Problem vorzuschlagen.

In dieser Berichterstattung ging es ausschließlich um wirtschaftliche Auswirkungen. Betrachtungen zu Wirkungen solcher Anlagen auf Flora und Fauna in den betroffenen Meeresgebieten sowie auf andere Umweltaspekte wurden in diesem Zusammenhang allerdings nicht angestellt.


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