Die Garoé – der heilige Baum El Hierros

El Hierro • Entgegen der anfänglichen Annahme, dass der heilige Baum von Vandalen angezündet worden sei, haben die ersten Untersuchungen einen natürlichen Auslöser für die Verfärbung ergeben …

Am gestrigen Freitag entdeckten die Mitarbeiter des Interpretationszentrums Garoé Verfärbungen an einem der Äste, die sie für Verbrennungen hielten, die dem Baum zugefügt worden seien. Inzwischen haben erste Untersuchungen der Guardia Civil und des Naturbiologischen Dienstes des Umweltamtes der Inselregierung aber ergeben, dass es sich um Ausscheidungen des Baumes selbst handelt, die auf natürliche Weise einen Teil der pflanzlichen Rinde schwarz verfärbt hat. Hinzu komme ein Sekret in den Schnittbereichen der Äste, sodass weitere kleinere Flecken mit der gleichen Färbung in anderen Bereichen der Äste lägen. All dies deute darauf hin, dass ein Naturphänomen stattfinde, das von Biologen eingehend untersucht werden müsse, wofür Kontakte zu den beiden kanarischen Universitäten geknüpft worden seien.

Bei der Garoé handelte es sich um den heiligen Baum der Ureinwohner El Hierros, der auch im Wappen der Insel verewigt ist. In vielen Legenden wird über die Fähigkeit des Baumes berichtet, aus den Wolken das Wasser zu ziehen und damit das Überleben der Menschen an seinem Fuße ermöglicht zu haben. Allerdings wurde der ursprüngliche Baum bereits 1610 bei einem Sturm entwurzelt und im Jahr 1949 an gleicher Stelle durch einen Lorbeerbaum ersetzt. Seitdem hat er bei den Inselbewohnern die Stelle des heiligen Baumes eingenommen.



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