Gedenkt der Opfer des Fluges JK5022 vor zehn Jahren

Gran Canaria • Mit einer Hommage an den zehnten Jahrestag des Flugzeugabsturzes am 20. August 2008 wurde gestern den Opfern in Las Palmas gedacht.

Die Insel Gran Canaria würdigte am Montag, den 20. August, die Opfer des Unglücks des Fluges JK5022, das sich gestern vor zehn Jahren ereignete und bei dem es noch immer ungelöste, insbesondere institutionelle Fragen gibt.
Das inzwischen traditionelle Blumenopfer neben dem Denkmal zum Gedenken an die Opfer im Gebiet von La Puntilla, an der Playa de Las Canteras der Inselhauptstadt, diente als Schauplatz für eine gemeinsame Forderung nach Gerechtigkeit und Anerkennung eines seit zehn Jahren andauernden Kampfes.

Laut einer Information auf der Website der Inselregierung dankte der amtierende Präsident, Pedro Justo Brito, der Asociación de Afectados del Vuelo JK5022 für ihre Bemühungen in den letzten zehn Jahren. Neben der wichtigen Rolle, die sie bei der Verbesserung der Flugsicherheit in Spanien gespielt habe, die sehr notwendig sei, habe sie auch die betroffenen Menschen unterstützt, die aus einer sehr schwierigen persönlichen Situation heraus für Leistungen kämpfen, die der Gesellschaft als Ganzes zugute kämen. Vor allem aber habe der amtierende Präsident der Inselregierung die Arbeit hervorgehoben, die dieser Verein für die Festigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Spanien leiste. Eine soziale Demokratie sei eine, in der ein normaler Bürger das Gefühl haben könne, dass er oder sie, wenn er oder sie Opfer von Ungerechtigkeit sei, die Möglichkeit habe, entschädigt zu werden, wer auch immer sie begangen habe und welche Macht er oder sie habe, meinte er.

Im Namen des Cabildo habe Pedro Justo Brito seine Überraschung über das mangelnde Interesse an einer Vereinigung von Opfern mitgeteilt, die jederzeit volle institutionelle Unterstützung hätte erhalten müssen. Theoretisch hätte die öffentliche Hand eine positive Haltung einnehmen müssen, denn das was gefordert werde, sei Gerechtigkeit. Aber das sei nicht der Fall, gewesen, habe er kritisiert. An solchen Beispielen zeige sich, dass die spanische Demokratie nicht ganz ausgereift sei, wie die Mitglieder dieser Vereinigung seit zehn Jahren erführen.

Vonseiten der Inselregierung Gran Canarias habe der amtierende Präsident die Zusage der insularen Institution gegeben, das endgültige Ziel in Bezug auf den Flugzeugabsturz der JK5022 zu unterstützen, damit die durch Ungerechtigkeit verursachten Schäden behoben werden und dass letztlich die Angehörigen diesen harten Prozess in Frieden beenden könnten.