44 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle auf den Kanaren sind Verkehrsunfälle
Bild-Quelle: CCOO Canarias


Kanarische Inseln • Von den 24 Beschäftigten, die auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2017 bei einem Arbeitsunfall ums Leben kamen, erlitten zehn einen Verkehrsunfall.

Straßenverkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang machen 44 Prozent aller arbeitsbedingten tödlichen Unfälle im Jahr 2017 aus. Auf den Kanarischen Inseln starben im Jahr 2017 nach Angaben der Generaldirektion für Arbeit 24 Arbeiter bei einem Arbeitsunfall, davon 10 bei einem Verkehrsunfall.
Allerdings werden auch Unfälle auf dem Weg zum oder vom Arbeitsplatz als Unfälle am Arbeitsplatz gewertet. Laut Gewerkschaftsangaben betraf das im Jahr 2016 vier Todesopfer, aber im Jahr 2017 gab es bereits neun tödliche Unfälle aus diesem Grund, mehr als eine Verdopplung. Damit traten fast 38 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit ein.
Die Verlängerung der Arbeitszeiten, um die steigende Arbeitsbelastung zu bewältigen, die Angst, pünktlich zur Arbeit zu kommen, wenn man im Stau steckt, die Notwendigkeit, Anrufe zu beantworten, wenn man fährt, all dies seien Aspekte, die das Fahrverhalten beeinflussen und Müdigkeit, Ablenkungen, Ängste verursachen, so die Einschätzung der Gewerkschaft.



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