Groomer auf Gran Canaria festgenommen
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Gran Canaria • Polizisten haben einen 25-jährigen Mann in Las Palmas de Gran Canaria als den mutmaßlichen Täter der Verbrechen des sexuellen Missbrauchs, der Korruption von Minderjährigen und der Kinderpornografie festgenommen.

Nach einer Pressemeldung der Policía Nacional rekrutierte der Verdächtige Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren in einem sozialen Netzwerk und belästigte sie dann über einen Messenger. Er soll eine von ihnen sexuell missbraucht und später mit Geld versorgt haben, damit sie Verhütungspillen kaufen konnte.
Die Ermittlungen begannen nach einer Anzeige einer Frau, weil ein Fremder ihrer 11-jährigen Tochter nachdrücklich eine sexuelle Begegnung über drei in einem bekannten sozialen Netzwerk erstellte Profile vorgeschlagen hatte. Die Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter, einen 25-jährigen Mann spanischer Nationalität, identifizieren.
Bei den polizeilichen Ermittlungen wurden insgesamt 43 Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren identifiziert, mit denen der Verdächtige über soziale Netzwerke Kontakt aufgenommen hatte und mit denen er anschließend Gespräche über Messenger führte, in denen er intime Begegnungen vorschlug und Fotos und Videos sexueller Inhalte austauschte. Die Kinder stammen aus verschiedenen spanischen Provinzen wie Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife, Barcelona, Valencia, Zaragoza, Jaén, Huelva, Salamanca, Murcia, La Coruña, Toledo, Valencia, Almería und Alicante.
Der Festgenommene gab den Beamten gegenüber zu, dass er ein 13-jähriges Mädchen missbraucht hatte, das er über ein soziales Netzwerk kennengelernt und sie über seinen Namen und sein Alter angelogen hatte. Er vereinbarte mit ihr einen Termin, um Sex mit ihr in einer Stadt auf der Insel zu haben. Der Mann schwängerte das Mädchen und gab ihr 30 Euro für eine Abtreibung.
Mit gerichtlichem Beschluss war sein Mobiltelefon abgehört und die Festplatte seines Computers durchsucht worden. Dabei konnten zahlreiche Gespräche sexueller Natur mit Minderjährigen gesichert werden. Es konnte auch belegt werden, dass die festgenommene Person Videos und Fotos von extrem grober Kinderpornografie mit anderen Nutzern teilte, so dass die Untersuchung weitergeht, bis die Fakten vollständig geklärt und die anderen Beteiligten identifiziert sind.

Groomimg

Die Polizei erklärt dazu, dass es sich um einen Fall von Grooming handelt, wenn ein Erwachsener seine Identität über soziale Netzwerke verbirgt und in der Regel vorgibt, minderjährig zu sein, mit dem Ziel, das Vertrauen einer anderen Person zu gewinnen und Fotos oder Videos mit sexuellem Inhalt zu erhalten. Sobald sich das Opfer darauf einlässt, beginnen die Drohungen, sodass es mit sexuellen Begegnungen einverstanden ist. Die Polizei weist darauf hin, wie wichtig es ist, dass Eltern die Nutzung von sozialen Netzwerken durch ihre Kinder überprüfen.