Gemeinsame Aktion von Polizei und Finanzamt
Bild-Quelle: Policía Nacional


Gran Canaria • Die Policía Nacional hat in Zusammenarbeit mit der Agencia Estatal de la Administración Tributaria (AEAT) zwei Organisationen zerschlagen, denen Steuerbetrug und Geldwäsche vorgeworfen werden.

Die beiden Geschäftsstrukturen sollen nach einer Presseinformation der Polizei durch Umleitung von Kapital von großen Bauunternehmen enorme wirtschaftliche Vorteile erzielt haben. Die Organisationen hatten ihren Sitz in Las Palmas de Gran Canaria und in Madrid. Insgesamt wurden gegen elf Personen als mutmaßliche Täter von Straftaten wie Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Dokumentenfälschung und Betrug ermittelt. 99 Kunstwerke, 27 Kraftfahrzeuge, 280 Immobilien und elf Bankprodukte wurden beschlagnahmt.
Die Untersuchung begann im Jahr 2015 zu zwei Unternehmensgruppen in Las Palmas de Gran Canaria und Madrid, die rund zwölf Millionen Euro von großen Baufirmen erhalten haben sollen. Ein Teil dieses Geldes wäre durch entsprechende dokumentarische Falschaussagen gegenüber dem Finanzministerium eingenommen worden, während ein anderer, größerer Betrag durch seine Wiedereinführung in den legalen Wirtschaftskreislauf durch Investitionstätigkeiten gewaschen worden wäre. Die beteiligten Unternehmen wurden offenbar vereinheitlicht, um ein komplexes Unternehmensnetzwerk zu schaffen, dessen Zweck es war, Rechnungen von zweifelhafter Glaubwürdigkeit auszustellen und zu sammeln und Schulden zwischen ihnen zu generieren.