Las Palmas de Gran Canaria ist nicht zu verkaufen
Zu vermieten – Wohnungen für Touristen • Zu verkaufen – die Seele des Wohnviertels.
Bild-Quelle: website www.ecologistasenaccion.org


Cran Canaria • Tausende von Menschen sind am gestrigen Samstag in acht europäischen Städten auf die Straße gegangen, um das Recht auf die Stadt zu verteidigen und gegen Spekulation, Tourismus und Kommerzialisierung zu protestieren. In Las Palmas de Gran Canaria sind Dutzende von Menschen dem Aufruf verschiedener sozialer und Umweltorganisationen gefolgt.

Die Demonstration ging von der Plaza de Saulo Torón aus und entlang der Avenida de Las Canteras protestierten die Demonstranten mit Pyjamas, Kissen und Koffern zur Plaza del Pilar.
In einem Bericht prangert die Umweltorganisation „Ben Magec – Ecologistas en Acción“, einer der Initiatoren der Veranstaltung, die derzeitige Situation auf ihrer Website an.
Die Tourismusindustrie habe in einem fragilen und begrenzten Gebiet, wie dem der Kanaren, keine Gnade gezeigt. Die Widersprüche, die durch die touristische Monokultur und ihr Versagen in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Gerechtigkeit entstanden seien, würden immer deutlicher. Man habe sich an eine offizielle Geschichte gewöhnt, die sich Tag für Tag der vermeintlichen Vorteile des Massentourismus rühme, unterstützt von Millionen von Touristenankömmlingen und wirtschaftlichen Gewinnen. Diese Begeisterung, mit der angekündigt werde, dass auf den Kanarischen Inseln die Zahl der Touristen in acht Jahren von 10 auf fast 16 Millionen gestiegen sei, stehe im krassen Gegensatz zur Realität. Eine Realität, die alarmierende Arbeitslosenzahlen, unsichere Arbeitsplätze oder obszöne Ungleichheiten und Armutsraten widerspiegele. Es sei eine neue Realität, in der die unersättliche Tourismusindustrie unter dem Deckmantel einer kollaborativen Wirtschaft die gemeinsamen und privaten Lebensräume mit dem Einbruch von Ferienwohnungen kolonisiere. Eine Realität, die Hunderte von Menschen obdachlos mache, indem sie ihre Häuser in den Dienst des Tourismus stelle und sogar andere ohne Arbeit lasse, wodurch das Recht auf Wohnung auf eine Unmöglichkeit reduziert werde. Steigende Mieten förderten die Gentrifizierung, die wiederum den traditionellen Handel zugunsten von Terrassen und Souvenirläden erschüttere, die Nähe, die Kultur, die Identität und das Erbe unbedeutend mache und letztlich die Menschen aus ihren Wohngebieten vertreibe.
Der gesamte Bericht mit der Erklärung ist (in spanischer Sprache) unter https://www.ecologistasenaccion.org/?p=95205 zu finden.