Seismischer Schwarm zwischen Teneriffa und Gran Canaria
Die Karte zeigt die Erdbeben von Red Sísmica Canaria (INVOLCAN) seit Beginn des Schwarmes und die der letzten 24 Stunden in blau.
Bild-Quelle: INVOLCAN


Kanarische Inseln • In den letzten fünf Tagen wurden laut Information des Instituto Volcanológico de Canarias (INVOLCAN) 165 Erdbeben zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria lokalisiert. Die maximale beobachtete Größe betrug 2,5.

Insgesamt haben diese Erdbeben eine seismische Energie von 0,3 GJ freigesetzt, was der eines Erdbebens der Stärke 3,1 entspricht. Seit 2001 wurden in der gleichen Region 27,5 GJ seismische Energie aus einem Erdbeben der Stärke 4,2 freigesetzt. Während dieses Schwarmes war die Rate der seismischen Energiefreisetzung 13,5 mal höher als der regionale Durchschnitt.
Der Ursprung dieser Aktivität, so Involcan, hat im Prinzip nichts mit dem Vulkan Enmedio zu tun, der etwa 1.630 Meter tief zwischen den beiden Hauptinseln liegt.
Seit dem Beginn des seismischen Schwarms zwischen den Inseln Teneriffa und Gran Canaria am 29. April dauern die Beben geringer Stärke immer noch an. Aber es ist genau der Bereich, in dem sich der seismische Schwarm entwickelt, der am längsten in der Zeit seit der offiziellen Überwachung gedauert hat. Es ist auch das Gebiet, in dem die größte seismische Aktivität im gesamten Archipel auftritt, sodass für Forscher die Existenz dieses Schwarmes ein ganz normales Phänomen ist.
Der Direktor des Nationalen Seismischen Netzwerks der NGI, Emilio Carreño, versicherte, dass die auf den Kanarischen Inseln registrierten Erdbeben tektonischen Ursprungs sind, die normalerweise nicht mit Vulkanologie in Verbindung gebracht werden.