Deutschland will katalanischen Ex-Präsident ausliefern
Bild-Quelle: Commons.wikimedia.org (Archiv 2017)


Spanien/Deutschland • Die deutsche Regierung werde nichts gegen eine mögliche Entscheidung der Justiz, den ehemaligen Präsidenten der katalanischen Regierung, Carles Puigdemont, nach Spanien auszuliefern, unternehmen, so ist es zumindest in spanischen Medien zu lesen.

Die Exekutive von Angela Merkel halte ein Veto für einen rechtspolitischen Affront gegen die Länder, denen die Auslieferungsbefugnisse übertragen wurden. Puigdemont, in Spanien wegen Rebellion und Veruntreuung öffentlicher Gelder im Rahmen der Abspaltungsbestrebungen verfolgt, wurde am vergangenen Sonntag in Norddeutschland kurz nach dem Überschreiten der dänischen Grenze verhaftet und ins Gefängnis gesteckt, während die Staatsanwaltschaft Schleswig-Holstein den spanischen Europäischen Haftbefehl prüft. Puigdemont befand sich auf dem Rückweg von Finnland, wo er einen Vortrag gehalten hatte, nach Belgien, wo er sich seit Verlassen Spaniens aufgehalten hatte. Die belgische Regierung hatte einem Auslieferungsersuchen Spaniens bis zu diesem Zeitpunkt nicht zugestimmt.



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