Mario in seinem Naturhaus

Du wirst lachen, ich hatte es gar nicht bemerkt.

Erst als mir jemand sagte, der Supermarkt hat geschlossen wegen Stromausfall, habe ich davon Kenntnis erhalten.

Mich als eleganten Aussteiger berührt so was gar nicht, denn ich habe keinen Kühlschrank und meine Lebensmittel beziehe ich vom Bauernmarkt. Und die brauchen keine Kühlung, im Gegenteil, Obst und Gemüse mögen das nicht. Gemüse halte ich bis zu einer Woche mit feuchten Tüchern frisch. Frischfleisch verzehre ich am gleichen Tag der Schlachtung.

Wie kann ich wissen, ob das Fleisch wirklich tagesfrisch ist? Ganz einfach: In meinem Garten habe ich 100 Quadratmeter Wiese umzäunt und ein Netz überspannt. Dort leben friedlich Hühner und Kaninchen in relativer Freiheit zusammen. Ich habe einen Nachbarn ausfindig gemacht, der mir bei Bedarf ein Tier lecker zubereitet und dafür gebe ich ihm die Hälfte mit.

Getränke werden nur bei Raumtemperatur genossen, ist auch bekömmlicher für den Magen.

Was also noch? Elektrische Geräte habe ich nicht, außer das Handy. Das lade ich mit meiner Solarzelle. Mein Herd wird mit Gas betrieben.

So, jetzt geht’s zu Dir. Du bist kein Aussteiger, willst auch keiner werden. Vielleicht kannst Du Dich etwas freimachen von Fernsehen und Internet. Ist zwar nicht so leicht, aber wenn Du andere schöne Dinge machst, immer öfter, kannst Du Dich aus dieser Fessel allmählich lösen.

Wohnst Du im Hochhaus, so ziehe um nach Parterre oder lerne Treppen zu steigen. Das tut Deiner Figur nur gut.

Hab nur wenig oder gar nichts Verderbliches im Kühlschrank, hab immer Kerzen bei der Hand, ist sehr romantisch, Abendessen bei Kerzenschein.

Stromausfall ist so selten, da braucht man nicht in Panik verfallen. Lach darüber, Du kannst ihn nicht verhindern, aber Du kannst vorbereitet sein für diesen Notfall. Mach eine Liste über die für Dich wichtigsten Vorsorgehandlungen und erfülle sie. Das ist alles. Höhere Gewalt ist unvermeidlich, aber Du kannst viel tun, dass sie Dir nicht wehtut.


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