Glücklich sein – Marios Blog

Hier beantworte ich Fragen zum Thema Aussteiger, die mich immer wieder erreichen.

• Mario, betrachtest Du Dich als typischen Aussteiger?

Aussteiger ja, typisch nein. Ich bin ein Original und richte mich nach niemandem.

• Fühlst Du Dich manchmal als ausgestoßen, gemieden von der Gesellschaft?

Nein, ich bin ein geselliger Mensch, ich liebe den Gedankenaustausch.
Und: Niemand weiß in meinem Umfeld, dass ich ein Aussteiger bin. Ich gebe dieses Anderssein nicht kund, sondern lebe es.

• Aber wieso weiß niemand von Dir als Aussteiger, wenn Du sogar einen Blog im internet hast?

Die Leute, die mich kennen, wissen es und mögen mich so. Aber ich zeige das ansonsten nicht in der Öffentlichkeit.

• Wovon lebst Du, finanziell gesehen?

Ich kann viele Dinge. Und wenn ich sehe, dass jemandem etwas fehlt, bin ich da mit Rat und Tat.

• Welchen Preis legst Du bei Deinen Arbeiten zugrunde?

Gar keinen. Wenn derjenige, dem ich geholfen habe, mir etwas geben möchte für guten Rat oder für meine Arbeit, sage ich nicht nein. Aber ich überlasse es ihm, wie viel er mir geben möchte – und kann. Ich erwarte nichts und fordere schon gar nichts. So werden ich und er nicht enttäuscht.

• Mir scheinen Deine Aussagen etwas wirklichkeitsfremd. Verhungerst Du nicht, wenn Du keinen Preis für Deine Arbeit festlegst? Nutzen die Menschen nicht Deine Gutmütigkeit aus?

Ganz und gar nicht. Ich habe festgestellt, dass ein Großteil der Menschheit edel und fair ist, eigentlich alle, wenn Du zuerst edel und fair bist. Du erinnerst ihn praktisch daran, dass er auch ein wunderbarer Mensch ist.

• Machst Du auch Arbeiten, die Dir keine Freude bereiten, wenn die Bezahlung sehr gut ist?

Kommt darauf an, wie gut, aber vor allem, wie lange dauert die Arbeit. Ich verliere sehr schnell die Lust. Im Allgemeinen ist diese nach einer Stunde vorbei. Später mache ich vielleicht noch etwas anderes, aber nicht das Gleiche.
Am liebsten mache ich Beratertätigkeiten. Das geht aufgrund meiner Lebenserfahrung schnell, kostet keine Mühe und der andere lernt, es selbst in Zukunft zu machen.

• Was brauchst Du täglich an Geld?

20 Euro wäre ideal. Dafür arbeite ich aber, wenn überhaupt, höchstens eine Stunde. Weitere 20 Euro wären optimal, dann kann ich teilen und ich teile gern.

• Ein toller Stundensatz.Viele Leute auf der Insel müssen für 5 Euro die Stunde arbeiten. Woher bekommst Du täglich solche Kunden?

Im Endeffekt habe ich auch nur 5 Euro. Ich fordere das Geld nicht und viele Leute bedanken sich und geben nichts. Diejenigen, die etwas geben, geben auch viel, wenn es ihnen möglich ist und wenn ihnen meine Leistung sehr geholfen hat.

• Wofür gibst Du die 20 Euro aus?

Ich kaufe auf dem Bauernmarkt Lebendkost und bewahre Obst in der Sonne und Gemüse in feuchten Tüchern auf. Fleisch und Fisch esse ich am gleichen Tag. Ich achte strikt darauf, dass alles frisch verzehrt wird. Kühlschrank ist unnötig. Ich esse Kokosfett und mache mir die Butter selbst haltbar.

• Wie machst Du das denn?

Indem ich die Butter schonend erhitze und den Schaum mit einem Sieb abschöpfe und wegwerfe. So erhalte ich Butterschmalz, das ohne Kühlung fast unbegrenzt haltbar ist.
Milch nur frisch und in Glasflaschen. Wenn die mal älter als einen Tag ist, esse ich Dickmilch, auch lecker und gesund.
Eier und Käse sind auch ohne Kühlschrank haltbar.
Kaffee, Schokolade und Wein nehme ich nur sehr kontrolliert und wenig zu mir.

• Wie bereitest Du Dein Essen zu?

Ich bevorzuge Gedünstetes, esse auch viele Salate, brate aber fast nie.

• Hältst Du es wirklich für wichtig, Dich so zu ernähren?

Für mich überlebenswichtig, denn das Schlimmste, was mir passieren kann, ist krank zu werden infolge falscher Ernährung. Deshalb meide ich jegliche Nahrung, die irgendwie fabrikmäßig haltbar gemacht wurde. Ich bin nicht krankenversichert und möchte nicht dem Staat zur Last fallen. Gesundheit ist das höchste Glück.

• Abschließend noch eine Frage: Du sprichst immer nur von Ernährung und Wohnen. Was machst Du mit Kleidung, Haushaltsartikel, Telefon …?

Kleidung, Haushaltsartikel und was man so noch braucht, kaufe ich auf dem Flohmarkt, oft für einen Euro. Für Telefon bezahle ich im Monat 15 Euro und kann dafür 800 Minuten in ganz Europa telefonieren.

[Ergänzt am 21.09.2019]


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